Oberlandesgericht Hamm, I-10 U 112/10 – Haben Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament Verfügungen getroffen, von denen anzunehmen ist, dass die Verfügung des einen nicht ohne die Verfügung des anderen getroffen sein würde, erlischt nach §§ 2271 Abs. 2 Satz 1 BGB das Recht des Überlebenden von ihnen zum Widerruf seines Testamentes mit dem Tode des anderen Ehegatten, sofern nicht der Überlebende das ihm Zugewendete ausschläg

Oberlandesgericht Hamm, I-10 U 112/10

Tenor:

Die Berufung des Beklagten gegen das am 13. April 2010 verkündete Urteil der 8. Zivilkammer des Landgerichts Essen wird zurückgewiesen.

Der Beklagte trägt die Kosten der Berufung.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Dem Beklagten wird nachgelassen, die Zwangsvollstreckung des Klägers wegen der Kosten gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils beizutreibenden Betrages abzuwenden, wenn nicht der Kläger vor der Voll-streckung Sicherheit in Höhe von 110 % des beizutreibenden Betrages leistet.

Die Revision wird nicht zugelassen.