Bewertung Schenkung Anteil Kapitalgesellschaft
BFH II R 40/08
Urteil vom 22.6.2010
Bewertung von schenkweise zugewendeten und anschließend verkauften Anteilen an Kapitalgesellschaften,
Mittelbare Schenkung,
Ableitung des gemeinen Werts von Anteilen an Kapitalgesellschaften aus Verkäufen,
Vereinbarter Mindestkaufpreis,
RA und Notar Krau
Das Urteil des II. Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. Juni 2010 behandelt die Frage, wie Anteile an einer Kapitalgesellschaft zu bewerten sind,
die während laufender Verkaufsverhandlungen schenkweise übertragen und kurz danach veräußert werden.
Sachverhalt:
Der Kläger erhielt von seinem Vater Anteile an einer US-amerikanischen Kapitalgesellschaft geschenkt.
Die Schenkung erfolgte während laufender Verkaufsverhandlungen über die gesamte Unternehmensgruppe, zu der die Kapitalgesellschaft gehörte.
Kurz nach der Schenkung wurde die Unternehmensgruppe verkauft.
Das Finanzamt setzte die Schenkungsteuer auf Grundlage des Verkaufspreises fest.
Kernaussagen des Urteils:
Mittelbare Schenkung:
Ableitung des gemeinen Werts aus Verkäufen:
Vereinbarter Mindestkaufpreis:
Verkaufspreisanteil:
Entscheidung des BFH:
Der BFH wies die Revision des Klägers zurück.
Das Finanzgericht hatte die Schenkungsteuer zu Recht auf Grundlage des vereinbarten Mindestkaufpreises festgesetzt.
Fazit:
Das Urteil des BFH verdeutlicht die Besonderheiten bei der Bewertung von schenkweise übertragenen Anteilen an Kapitalgesellschaften, die kurz nach der Schenkung veräußert werden.
Ist bereits am Bewertungsstichtag ein Mindestkaufpreis vereinbart, ist dieser der Bewertung zugrunde zu legen.
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