Die Auseinandersetzung des Erbes durch den Notar

Juni 3, 2026

Die Auseinandersetzung des Erbes durch den Notar

Streit um das Erbe in der Familie

Wenn ein geliebter Mensch stirbt

Ein geliebter Mensch stirbt. Das ist immer sehr traurig für alle. Oft hinterlässt dieser Mensch viele wertvolle Dinge. Das ist zum Beispiel ein großes Haus. Oder es ist sehr viel Geld auf der Bank. Diese ganzen Dinge nennt man zusammen das Erbe.

Alle erben gemeinsam

Sehr oft gibt es nicht nur einen einzigen Erben. Es gibt gleich mehrere Erben. Das Gesetz in Deutschland nennt diese Gruppe eine Erbengemeinschaft. Allen Menschen in dieser Gruppe gehört das ganze Erbe zusammen. Kein Mensch darf sich einfach heimlich etwas nehmen. Alles muss immer fair und gerecht geteilt werden.

Der böse Streit beginnt

Das Teilen ist im echten Leben aber oft sehr schwer. Jeder Mensch möchte meistens etwas anderes haben. Der eine Erbe will das alte Haus unbedingt behalten. Der andere Erbe braucht ganz schnell Bargeld. So entsteht sehr schnell ein böser Streit. Die eigene Familie redet plötzlich nicht mehr miteinander.

Ein Notar kann helfen

Hilfe von einem Experten

Wer hilft der Familie bei so einem schlimmen Streit? Früher gingen die Erben oft direkt zu einem Gericht. Das dauert aber meistens sehr lange. Es ist auch oft sehr teuer. Seit dem Jahr 2013 gibt es deshalb eine neue Regel. Nur noch ein Notar ist für diese besondere Hilfe zuständig. Das ist heute im ganzen Land so.

Der Notar ist völlig neutral

Der Notar ist bei seiner Arbeit wie ein guter Schiedsrichter. Er ist absolut neutral. Er bevorzugt niemanden in der Familie. Er sucht immer einen guten Frieden für alle Menschen. Sein Büro ist dabei fast wie ein kleines Gericht. Er leitet das ganze Verfahren immer fair, sachlich und ruhig.

Welcher Notar ist eigentlich zuständig?

Sie können sich nicht einfach irgendeinen Notar aussuchen. Das Gesetz hat dafür ganz feste Regeln. Sehr wichtig ist der allerletzte Wohnort von dem toten Menschen. Wo hat er vor seinem Tod zuletzt gelebt? In diesem Bezirk müssen Sie einen Notar suchen. Manchmal geht als Ausnahme auch ein anderer Ort. Zum Beispiel genau dort, wo das große Haus aus dem Erbe steht.

Wer zuerst fragt

Gibt es in dem Bezirk gleich mehrere Notare? Dann gilt eine ganz einfache Regel. Der Notar, der als Erster gefragt wird, bekommt die Aufgabe. Er macht dann die ganze Arbeit für die Familie.

So beginnt das Verfahren

Ein einziger Mensch reicht aus

Das Verfahren startet natürlich nicht von ganz alleine. Ein Erbe muss den ersten Schritt machen. Er muss einen offiziellen Antrag stellen. Er bittet den Notar um seine Hilfe. Ein einziger Erbe reicht dafür völlig aus. Die anderen Erben müssen vor dem Start nicht erst zustimmen.

Die ganz genaue Liste

Der Notar braucht für seine Arbeit viele Informationen. Er muss das ganze Erbe sehr genau kennen. Dafür braucht er eine gute Liste. Auf dieser Liste muss wirklich alles stehen. Jedes kleine Bankkonto und jedes Auto müssen auf die Liste. Auch Schulden gehören darauf. Ohne diese genaue Liste kann der Notar nicht anfangen zu arbeiten.

Das Treffen beim Notar

Die offizielle Einladung

Der Notar plant nach dem Antrag ein Treffen mit allen Erben. Er schickt jedem Erben einen offiziellen Brief. Das ist die Einladung für den Termin.

Genug Zeit zum Nachdenken

Die Erben brauchen immer Zeit. Sie müssen sich gut auf das Treffen vorbereiten. Die Einladung kommt deshalb früh genug mit der Post. Meistens sind es volle zwei Wochen vor dem Termin. So hat jeder Erbe genug Zeit zum Nachdenken.

Jemand fehlt beim Termin

Manchmal fehlt ein Erbe einfach bei dem Treffen. Das ist kein großes Problem für das Verfahren. Das Treffen findet dann trotzdem statt. Der Notar spricht in Ruhe mit den anderen Erben. Der fehlende Erbe hat aber weiterhin Rechte. Er kann später einen neuen Termin fordern. War er ohne eigene Schuld verhindert? Zum Beispiel durch eine plötzliche Krankheit? Dann schützt das Gesetz ihn ganz besonders.

Eine gute Lösung finden

Alle sind sich endlich einig

Das ist natürlich der allerbeste Fall. Alle Erben finden beim Treffen eine tolle Lösung. Niemand streitet mehr. Der Notar schreibt diese gute Lösung sofort auf ein Papier. Alle Menschen unterschreiben das Papier. Der Streit ist damit sofort beendet. Ein extra Plan ist dann gar nicht mehr nötig.

Keine Antwort bedeutet oft Ja

Ein Erbe fehlt beim Treffen. Die anderen einigen sich aber gut. Der Notar schreibt dem fehlenden Erben einen Brief mit der tollen Lösung. Der Notar setzt in dem Brief eine feste Frist. Der fehlende Erbe muss bis zu einem Datum antworten. Wenn er gar nichts sagt, ist das sehr wichtig. Das Gesetz sagt dann: Er ist völlig einverstanden. Sein Schweigen ist hier ein klares Ja.

Der Notar macht einen eigenen Plan

Manchmal gibt es beim Treffen leider überhaupt keine Einigung. Die Erben streiten einfach immer weiter. Der Notar macht dann einen ganz eigenen Plan. Er teilt das Erbe darin gerecht auf. Wenn nun doch alle dem neuen Plan zustimmen, ist das Verfahren erfolgreich beendet.

Das Ende des Verfahrens

Ein sehr starkes Papier

Ganz am Ende gibt es immer einen festen Beschluss. Das ist ein sehr starkes Papier vom Notar. Es ist fast so mächtig wie ein echtes Urteil vom Gericht. Man kann damit sofort sein Recht fordern. Man kann sich auch gegen den Beschluss beschweren. Aber das geht meistens nur bei echten Fehlern von dem Notar bei den Regeln.

Die große Schwäche im Gesetz

Das Verfahren klingt sehr gut und fair. Aber in der echten Welt nutzt man es leider gar nicht so oft. Es gibt nämlich eine große Schwäche im Gesetz. Ein einziger Erbe kann immer alles blockieren. Wenn er einfach laut „Nein“ sagt, ist das Verfahren sofort beendet. Der Notar kann dann leider absolut gar nichts mehr tun. Er kann niemanden zwingen. Deshalb scheitert diese gute Hilfe manchmal am Ende.

Hilfe für Ihr Problem

Haben Sie gerade Fragen zu einem Erbe? Gibt es bösen Streit in Ihrer eigenen Familie? Die vielen Gesetze sind für Laien sehr schwer. Machen Sie in dieser Lage bitte keine teuren Fehler. Ein guter Rat von echten Experten ist genau jetzt extrem wichtig für Sie. Er spart Ihnen sehr viel Geld und schont Ihre Nerven. Bitte nehmen Sie deshalb Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau in Hohenahr in Mittelhessen auf. Dort hilft man Ihnen sehr gerne und kompetent weiter.

RA und Notar Krau

Dieser Beitrag wurde von Anwalts- und Notarkanzlei Krau aus Hohenahr im Lahn-Dill-Kreis erstellt. Die Kanzlei berät Mandantinnen und Mandanten in Mittelhessen, insbesondere in der Region Wetzlar, Gießen und Marburg.

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