
Die Entwicklung des Baukindergeldes seit 2020
Die Ausgangsfrage für diesen Bericht lautet: Wie hat sich das Baukindergeld seit dem Jahr 2020 entwickelt? In diesem Bericht erfahren Sie alle wichtigen Details über dieses Förderprogramm. Der Text erklärt Ihnen die Geschichte und die aktuellen Regeln für Familien.
Das Baukindergeld war eine staatliche Hilfe für Familien. Der Staat wollte Familien beim Kauf von Wohneigentum unterstützen. Wer ein Haus baute oder kaufte, bekam Geld geschenkt. Dieses Geld war ein Zuschuss. Ein Zuschuss ist ein Betrag, den man nicht zurückzahlen muss. Man bekommt ihn einfach vom Staat.
Das Programm startete im September 2018. Familien bekamen für jedes Kind 1.200 Euro pro Jahr. Diese Zahlung lief über einen Zeitraum von zehn Jahren. Insgesamt erhielt eine Familie also 12.000 Euro pro Kind. Das Geld half vielen Menschen bei der Finanzierung ihrer Wohnung. Eine Finanzierung ist der Plan, wie man das Haus bezahlt. Oft leiht man sich dafür Geld bei einer Bank.
Im Jahr 2020 war das Programm noch sehr aktiv. Es gab jedoch feste Regeln für den Erhalt des Geldes. Die Kinder mussten unter 18 Jahre alt sein. Sie mussten im selben Haushalt wie die Eltern leben. Zudem gab es eine Grenze für das Einkommen. Das Einkommen ist das Geld, das Sie mit Ihrer Arbeit verdienen. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Grenzen für das alte Programm.
| Anzahl der Kinder | Einkommensgrenze (pro Jahr) | Gesamtsumme der Förderung |
| 1 Kind | 90.000 Euro | 12.000 Euro |
| 2 Kinder | 105.000 Euro | 24.000 Euro |
| 3 Kinder | 120.000 Euro | 36.000 Euro |
Diese Beträge beziehen sich auf das zu versteuernde Haushaltseinkommen. Das ist die Summe Ihres Gehalts nach Abzug bestimmter Kosten. Sie finden diesen Wert in Ihrem Einkommensteuerbescheid. Ein Einkommensteuerbescheid ist ein offizieller Brief vom Finanzamt. Darin steht, wie viel Steuern Sie zahlen müssen.
Das alte Baukindergeld war zeitlich begrenzt. Der wichtigste Stichtag war der 31. März 2021. Bis zu diesem Tag mussten Sie den Kaufvertrag beim Notar unterschrieben haben. Ein Notar ist eine Amtsperson. Er prüft Verträge und bestätigt die Unterschriften. Wenn Sie ein Haus bauen wollten, brauchten Sie bis zu diesem Tag die Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung ist die Erlaubnis der Stadt für Ihren Hausbau.
Das Ende des Programms wurde wegen der Corona-Krise verschoben. Viele Ämter arbeiteten damals langsamer. Deshalb bekamen die Familien etwas mehr Zeit. Wer den Vertrag bis März 2021 hatte, konnte den Antrag noch lange stellen. Man musste innerhalb von sechs Monaten nach dem Einzug den Antrag abgeben. Die allerletzte Frist für alle Anträge war der 31. Dezember 2023. Heute kann man für das alte Programm keine neuen Anträge mehr stellen. Die Mittel sind komplett verbraucht.
Der Staat wollte die Förderung verändern. Das alte Baukindergeld war sehr teuer. Es kostete fast 10 Milliarden Euro. Experten sagten zudem, dass die Preise für Häuser durch das Geld stiegen. Verkäufer verlangten mehr Geld, weil sie von der staatlichen Hilfe wussten. Außerdem spielte der Klimaschutz keine Rolle. Man konnte das Geld auch für alte Häuser mit schlechter Isolierung bekommen. Das wollte die Regierung ändern.
Im Juni 2023 startete ein Nachfolger. Dieses Programm heißt „Wohneigentum für Familien“. Man nennt es auch KfW 300. Die KfW ist die größte Förderbank in Deutschland. Sie gehört dem Staat. Das neue Programm ist jedoch ganz anders als das alte Baukindergeld. Es gibt kein Geld mehr geschenkt. Sie bekommen stattdessen einen sehr günstigen Kredit.
Ein Kredit ist Geld, das Sie sich von der Bank leihen. Normalerweise müssen Sie dafür hohe Zinsen zahlen. Zinsen sind die Gebühr für das Ausleihen von Geld. Beim neuen Programm sind die Zinsen viel niedriger als bei einer normalen Bank. Das spart Ihnen über viele Jahre hinweg viel Geld.
Die Regeln für den neuen Kredit sind strenger geworden. In der folgenden Liste sehen Sie die wichtigsten Punkte:
Ein Neubau ist ein Haus, das gerade erst gebaut wurde. Der Kauf von alten Häusern (Bestandsimmobilien) ist in diesem Programm nicht möglich. Zudem muss das Haus sehr umweltfreundlich sein. Es muss den Standard „Effizienzhaus 40“ erfüllen. Das bedeutet: Das Haus braucht nur sehr wenig Energie zum Heizen. Es darf keine Heizung mit Gas oder Öl haben.
| Förderstufe | Kredithöhe bei 1-2 Kindern | Kredithöhe ab 5 Kindern |
| Klimafreundlich | 170.000 Euro | 220.000 Euro |
| Mit QNG-Siegel | 220.000 Euro | 270.000 Euro |
Das QNG-Siegel ist ein besonderes Zertifikat für Nachhaltigkeit. Es zeigt, dass das Haus besonders gut für die Natur ist. Für solche Häuser bekommen Sie einen noch höheren Kredit.
Die Grenzen für das Einkommen wurden im Oktober 2023 erhöht. Zuvor bekamen nur sehr wenige Familien den Kredit. Jetzt darf eine Familie mit einem Kind bis zu 90.000 Euro im Jahr verdienen. Für jedes weitere Kind kommen 10.000 Euro dazu.
Man nutzt zur Berechnung den Durchschnitt Ihres Einkommens der letzten zwei Jahre. Wenn Sie im Jahr 2026 einen Antrag stellen, schaut die Bank auf die Jahre 2023 und 2024. Sie müssen dafür Ihre Einkommensteuerbescheide vorlegen.
Wir befinden uns nun im Jahr 2026. Die Situation am Markt hat sich stabilisiert. Die Zinsen bei normalen Banken liegen oft zwischen 3,5 % und 4,5 %. Das Programm der KfW bietet dagegen immer noch Zinsen ab ca. 1 % an. Das ist ein großer Vorteil für junge Familien.
Seit 2024 gibt es zusätzlich das Programm „Jung kauft Alt“. Dies ist wichtig für Familien, die kein neues Haus bauen wollen. Hier hilft der Staat beim Kauf von alten Häusern. Die Häuser müssen jedoch energetisch saniert werden. Sanieren bedeutet: Man macht das Haus modern und spart Energie. Man baut zum Beispiel neue Fenster oder eine neue Heizung ein. Die Familie bekommt dafür auch einen günstigen Kredit.
Einige Bundesländer bieten eigene Hilfen an. In Hessen gibt es das „Hessen-Darlehen“. Ein Darlehen ist ein anderes Wort für Kredit. Das Hessen-Darlehen ist besonders günstig. Im Jahr 2026 liegt der Zinssatz bei etwa 0,60 %. Die Zinsen werden für 20 Jahre festgeschrieben.
Das nennt man Zinsbindung. Zinsbindung bedeutet: Die Bank darf den Preis für das Geld 20 Jahre lang nicht ändern. Das gibt Ihnen Sicherheit. Sie wissen genau, wie hoch Ihre Rate jeden Monat ist. Eine Rate ist der Betrag, den Sie jeden Monat an die Bank zurückzahlen.
| Merkmal | Hessen-Darlehen (Neubau) |
| Zinssatz (effektiv) | 0,68 % |
| Dauer der Zinsbindung | 20 Jahre |
| Maximale Höhe | Bis zu 220.000 Euro |
In Hessen ist das Einkommen jedoch strenger begrenzt. Ein Paar mit zwei Personen darf etwa 74.700 Euro Brutto verdienen. Brutto ist das Geld vor den Abzügen für Steuern und Versicherung.
Beim Hauskauf hören Sie viele schwere Wörter. Hier finden Sie einfache Erklärungen:
Tilgung: Das ist die Rückzahlung Ihres Kredits. Wenn Sie Geld an die Bank zahlen, geht ein Teil für die Zinsen weg. Der Rest verringert Ihre Schulden. Dieser Teil heißt Tilgung. Je höher die Tilgung ist, desto schneller sind Sie schuldenfrei.
Annuität: Das ist die feste monatliche Rate. Sie bleibt meistens über Jahre gleich. In der Rate sind Zinsen und Tilgung enthalten. Am Anfang zahlen Sie viele Zinsen. Später wird der Anteil der Tilgung immer größer.
Nachrangige Sicherung: Das ist ein Vorteil beim Hessen-Darlehen. Im Grundbuch wird festgelegt, wer zuerst sein Geld zurückbekommt. Wenn der Staat an zweiter Stelle steht (nachrangig), gibt Ihnen die normale Hausbank oft bessere Zinsen für den Rest des Geldes. Das Grundbuch ist eine amtliche Liste aller Grundstücke und ihrer Besitzer.
Sondertilgung: Das bedeutet, dass Sie extra Geld zurückzahlen dürfen. Normalerweise ist die Rate fest. Bei einer Sondertilgung zahlen Sie zum Beispiel 5.000 Euro auf einmal. Dadurch sinken Ihre Schulden schneller. Beim Hessen-Darlehen sind Sondertilgungen jederzeit kostenlos möglich.
Ein Hauskauf ist eine der größten Entscheidungen in Ihrem Leben. Es geht um sehr viel Geld. Verträge sind oft kompliziert. Sie müssen genau verstehen, was Sie unterschreiben. Ein Fehler im Kaufvertrag kann später sehr teuer werden. Auch Themen wie das Erbrecht oder das Familienrecht sind wichtig. Was passiert mit dem Haus bei einer Scheidung? Wie vererben Sie das Haus richtig an Ihre Kinder?
Ein Notar berät Sie bei der Beurkundung des Vertrages. Er ist jedoch neutral. Er darf keine Seite bevorzugen. Wenn Sie Ihre eigenen Interessen schützen wollen, brauchen Sie einen Anwalt. Ein Anwalt prüft den Vertrag nur für Sie. Er schaut, ob alle Regeln zu Ihrem Vorteil sind.
Das Baukindergeld hat sich von einem direkten Geld-Geschenk zu einem System aus günstigen Krediten entwickelt. Bis 2021 stand das Geld im Vordergrund. Heute steht die Umwelt im Vordergrund. Wer ein neues Haus baut, muss hohe Standards erfüllen. Die Förderung hilft nun vor allem dabei, die monatlichen Kosten niedrig zu halten.
Durch die niedrigen Zinsen sparen Sie über 35 Jahre oft mehr als 30.000 Euro im Vergleich zu einem normalen Kredit. Das ist eine große Entlastung für das Familienbudget. Es ist jedoch wichtig, alle Programme genau zu vergleichen. Manchmal lassen sich Hilfen vom Bund und vom Bundesland kombinieren.
Die Kosten für das Bauen sind 2026 hoch. Materialien und Handwerker sind teurer als im Jahr 2020. Deshalb ist eine genaue Planung unverzichtbar. Sie sollten Ihren Einkommensteuerbescheid genau prüfen. So wissen Sie, ob Sie die Einkommensgrenzen einhalten. Nutzen Sie die Hilfe von Experten für Energieeffizienz. Diese Fachleute bestätigen der Bank, dass Ihr Haus wirklich wenig Energie verbraucht.
Wenn Sie Fragen zu Ihren Rechten beim Hauskauf oder zu Verträgen haben, sollten Sie mit Experten sprechen. Das Recht rund um Immobilien und Familie ist sehr umfangreich. Sie sollten sich hier gut absichern. Nehmen Sie für eine rechtliche Beratung Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf. Das Team dort unterstützt Sie bei Ihren Plänen und sorgt für rechtliche Sicherheit beim Weg in Ihr neues Zuhause.
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