Kann ich die Kosten für eine Partnervermittlung von der Einkommensteuer absetzen?
Das Thema Steuern ist oft kompliziert. Viele Menschen suchen ihr Glück bei einer Partnervermittlung. Diese Dienste kosten oft viel Geld. Daher stellt sich die Frage nach der Steuererklärung. In den meisten Fällen lautet die Antwort leider: Nein. Es gibt jedoch ganz seltene Ausnahmen. In diesem Text erkläre ich Ihnen die Regeln genau. Ich nutze dabei einfache Worte und kurze Sätze.
Das deutsche Steuerrecht trennt streng zwischen Beruf und Privatleben. Ausgaben für Ihr Privatleben können Sie normalerweise nicht absetzen. Das Finanzamt nennt dies Kosten der privaten Lebensführung. Die Suche nach einem Lebenspartner gehört fest zum privaten Bereich.
Es spielt keine Rolle, wie teuer die Agentur war. Auch der Grund für die Suche ist egal. Ob Sie einsam sind oder sich nach einer Familie sehnen, ändert nichts. Der Gesetzgeber sieht darin ein persönliches Vergnügen oder Schicksal. Diese Kosten mindern Ihre Steuerlast daher im Normalfall nicht.
Wenn Sie etwas von der Steuer absetzen, verringert das Ihr zu versteuerndes Einkommen. Das ist der Betrag, auf den Sie Steuern zahlen müssen. Weniger Einkommen bedeutet am Ende weniger Steuern. Das Finanzamt erstattet Ihnen dann einen Teil des Geldes zurück. Doch dafür muss die Ausgabe gesetzlich anerkannt sein.
Die Finanzgerichte haben hierzu klare Urteile gefällt. Ein wichtiges Argument ist die Abgrenzung. Es ist schwer zu prüfen, was genau beruflich und was privat ist. Die Liebe ist eine rein menschliche Angelegenheit. Sie dient nicht dazu, Geld zu verdienen.
Hätten Sie Erfolg bei der Suche, wäre das Ihr privates Glück. Hätten Sie keinen Erfolg, wäre das Ihr privates Pech. In beiden Fällen hat der Staat damit nichts zu tun. Er möchte die Suche nach Liebe nicht durch Steuergelder unterstützen.
Es gibt im Steuerrecht einen Begriff namens außergewöhnliche Belastungen. Das sind Kosten, die zwangsläufig entstehen. Man kann sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen. Zudem müssen diese Kosten höher sein als bei den meisten anderen Menschen.
In ganz speziellen Einzelfällen haben Steuerzahler versucht, diese Kosten so abzusetzen. Ein Beispiel wäre eine schwere psychische Erkrankung. Wenn ein Arzt die Partnervermittlung als Therapie verordnet, könnte es anders aussehen.
Doch Vorsicht: Die Hürden sind extrem hoch. Sie müssten beweisen, dass die Einsamkeit Sie krank macht. Ein einfaches Attest reicht oft nicht aus. Meistens verlangt das Finanzamt ein amtsärztliches Gutachten. Dieses Gutachten muss erstellt werden, bevor Sie den Vertrag unterschreiben. In der Praxis passiert das fast nie. Die Finanzämter lehnen solche Anträge fast immer ab.
Manche Menschen hoffen auf einen Trick. Sie ziehen für die Liebe um. Ein Umzug aus beruflichen Gründen ist absetzbar. Ein Umzug aus privater Liebe ist es nicht. Wenn Sie also die Kosten für ein Dating-Portal als Umzugskosten tarnen wollen, wird das scheitern. Das Finanzamt prüft solche Angaben sehr genau. Ehrlichkeit ist in der Steuererklärung wichtig. Falsche Angaben können als Steuerhinterziehung gelten. Das ist eine Straftat.
Vielleicht denken Sie an weitere Ausgaben. Was ist mit der Kleidung für das erste Date? Was ist mit der Rechnung im Restaurant? Auch hier gilt: Das ist Privatvergnügen.
All diese Dinge gehören zum normalen Leben. Jeder Mensch hat diese Ausgaben. Deshalb gibt es dafür keine Steuererleichterung.
Hier ist eine kurze Liste der wichtigsten Punkte:
Konzentrieren Sie sich lieber auf Kosten, die sicher anerkannt werden. Dazu gehören zum Beispiel haushaltsnahe Dienstleistungen. Das sind Kosten für Handwerker oder Reinigungskräfte in Ihrer Wohnung. Auch Werbungskosten für Ihren Job sind wichtig. Das sind Ausgaben für Arbeitsmittel oder Fortbildungen.
Wenn Sie viel Geld für eine Partnervermittlung ausgegeben haben, sparen Sie an anderer Stelle. Prüfen Sie Ihre Belege für Versicherungen oder Spenden. Diese senken Ihre Steuerlast zuverlässig. Die Suche nach dem Partner bleibt Ihre persönliche Investition in die Zukunft.
Die Suche nach der großen Liebe wird vom Staat finanziell nicht unterstützt. Sie können die Gebühren für Parship, ElitePartner oder klassische Agenturen nicht in der Steuererklärung angeben. Auch wenn die Beträge hoch sind, bleiben es private Kosten.
Betrachten Sie das Geld als Investition in Ihr persönliches Wohlbefinden. Ein glückliches Leben mit einem Partner ist am Ende mehr wert als eine Steuererstattung. Bleiben Sie bei Ihrer Steuererklärung bei den Fakten. So vermeiden Sie unnötigen Ärger mit dem Finanzamt.