Umgangsrecht mit einen Hund – für den Ex-Lebensgefährten

November 10, 2025

Umgangsrecht mit einen Hund – für den Ex-Lebensgefährten

Landgericht Frankenthal, Urteil vom 12. Mai 2023 – 2 S 149/22

😊 Zusammenfassung: Umgangsrecht mit einem Hund für Ex-Partner

Dieser Text erklärt ein wichtiges Urteil. Es geht um das Umgangsrecht mit einem Hund nach einer Trennung. Umgangsrecht meint hier, dass man das Tier regelmäßig sehen und betreuen darf. Dieses Urteil fällte das Landgericht Frankenthal.


Worum ging es bei dem Streit?

Zwei Männer lebten zusammen. Sie waren ein Ex-Lebensgefährte-Paar. Ex-Lebensgefährte ist ein einfacher Ausdruck für einen ehemaligen Partner. Sie hatten einen Hund. Der Hund war ein Labradorrüde. Sie hatten ihn gemeinsam gekauft. Als sich die beiden Männer trennten, blieb der Hund nur bei einem Partner. Der andere Mann wollte den Hund auch sehen. Er wollte ihn alle zwei Wochen betreuen. Er forderte ein regelmäßiges Umgangsrecht.

Der Mann, der den Hund behalten hatte, weigerte sich. Er sagte, es sei besser für das Tier. Er meinte, der Hund sei ein Rudeltier. Rudeltier bedeutet, dass Hunde gerne in einer Gruppe leben. Er hielt sich selbst für die Hauptbezugsperson. Hauptbezugsperson ist der Mensch, der für das Tier am wichtigsten ist. Er meinte, der Hund solle nur bei ihm bleiben. Das sei gut für das Tierwohl. Tierwohl ist ein einfacher Ausdruck für das Wohlergehen des Tieres.


Was hat das Gericht entschieden?

Das Landgericht Frankenthal sah das anders. Zuerst hatte schon das Amtsgericht Bad Dürkheim so entschieden. Amtsgericht ist ein Gericht der ersten Stufe. Es entscheidet in kleineren Fällen. Das Landgericht bestätigte diese Entscheidung. Das Landgericht ist ein höheres Gericht.

Das Gericht musste klären, welche Regeln gelten. Es geht hier nicht nur um ein Tier. Es geht um gemeinschaftliches Eigentum. Gemeinschaftliches Eigentum ist ein Fachbegriff. Er meint: Der Hund gehört beiden Partnern zusammen. Sie haben ihn gemeinsam gekauft. Beide Partner sind Miteigentümer. Miteigentümer sind Personen, denen eine Sache gemeinsam gehört.

Deshalb gelten die Regeln für gemeinsames Eigentum. Das ist wichtig. Das Gericht musste nicht entscheiden, wem der Hund ganz allein gehört. Beide Miteigentümer dürfen mit ihrem Eigentum etwas machen. Sie dürfen auch nach der Trennung daran teilhaben. Teilhaben heißt, dass man etwas mitnutzen darf.

Das Gericht sagte: Es braucht eine Benutzungsregelung. Benutzungsregelung ist ein Fachbegriff. Er meint: Es muss eine Regel geben, wie beide Partner den Hund nutzen dürfen. Die Regelung muss billig sein. Billig meint hier nicht günstig. Es meint gerecht und fair.

Umgangsrecht mit einen Hund – für den Ex-Lebensgefährten


Wie sieht die faire Regelung aus?

Das Gericht fand einen Vorschlag sehr fair. Es sprach von einer Regelung nach billigem Ermessen. Billiges Ermessen meint, dass das Gericht fair entscheidet. Es soll beide Interessen beachten.

Die Richter sahen ein Wechselmodell als gerecht an. Wechselmodell meint: Die Partner wechseln sich ab. Jeder Partner kümmert sich für eine Zeit um den Hund. In diesem Fall sollte der Hund abwechselnd alle zwei Wochen bei einem Partner sein. Das Gericht sah darin eine gleichberechtigte Teilhabe. Gleichberechtigte Teilhabe bedeutet, dass beide Partner die gleichen Rechte haben.

Das Gericht prüfte das Tierwohl. Es sah keine Gefahr für den Hund. Die Richter glaubten nicht, dass das Wechselmodell dem Hund schadet. Es hieß: Die abwechselnde Betreuung ist gut für die Interessen. Interessen sind die Wünsche und Bedürfnisse der Partner. Das Urteil spricht von interessengerecht. Das meint, dass die Regelung die Wünsche beider Partner gut berücksichtigt.


Die genauen Details des Urteils

Der Mann musste der Verwaltungs- und Benutzungsregelung zustimmen. Verwaltungs- und Benutzungsregelung ist ein sehr langer Fachbegriff. Es meint einfach: Er muss der Wechsel-Regel zustimmen. Er muss es erlauben, dass der Ex-Partner den Hund betreut. Es war ein Urteil vom 12. Mai 2023. Das Aktenzeichen ist 2 S 149/22. Aktenzeichen ist die Nummer, unter der das Gericht den Fall führt.


Zusammenfassung in einfachen Worten

Wichtigste Erkenntnis: Wer einen Hund zusammen kauft, teilt ihn auch nach der Trennung. Das Gericht sieht den Hund als gemeinsames Eigentum der Partner. Deshalb kann es ein Umgangsrecht geben. Der Hund muss nicht bei nur einem Partner bleiben. Ein Wechselmodell kann fair sein. Dabei betreuen beide Partner den Hund abwechselnd. Das schadet dem Hund laut Gericht nicht. Die Richter wollen eine faire Lösung für beide Partner. Beide Partner dürfen den Hund weiter sehen und betreuen.


Fazit

Das Urteil ist ein wichtiges Signal. Es zeigt, dass Hunde für viele Menschen wie Familienmitglieder sind. Das Recht sieht Hunde aber als Eigentum. Wenn man sich trennt, muss man sich das Eigentum teilen. Das Landgericht Frankenthal hat gezeigt: Teilen kann auch abwechselnde Betreuung bedeuten. Das Gericht hat dabei Mensch und Tier im Blick. Es sucht nach einer Lösung, die für alle fair ist. Dieser Fall ist ein Beispiel für ähnliche Streitigkeiten. Er gibt Orientierung für Paare mit gemeinsamen Haustieren.

RA und Notar Krau

Schlagworte

Warnhinweis:

Die auf dieser Homepage wiedergegebenen Gerichtsentscheidungen bilden einen kleinen Ausschnitt der Rechtsentwicklung über mehrere Jahrzehnte ab. Nicht jedes Urteil muss daher zwangsläufig die aktuelle Rechtslage wiedergeben.

Einige Entscheidungen stellen Mindermeinungen dar oder sind später im Instanzenweg abgeändert oder durch neue obergerichtliche Entscheidungen oder Gesetzesänderungen überholt worden.

Das Recht entwickelt sich ständig weiter. Stetige Aktualität kann daher nicht gewährleistet werden.

Die schlichte Wiedergabe dieser Entscheidungen vermag daher eine fundierte juristische Beratung keinesfalls zu ersetzen.

Für den fehlerhaften juristischen Gebrauch, der hier wiedergegebenen Entscheidungen durch Dritte außerhalb der Kanzlei Krau kann daher keine Haftung übernommen werden.

Verstehen Sie bitte die Texte auf dieser Homepage als gedankliche Anregung zur vertieften Recherche, keinesfalls jedoch als rechtlichen Rat.

Es soll auch nicht der falsche Anschein erweckt werden, als seien die veröffentlichten Urteile von der Kanzlei Krau erzielt worden. Das ist in aller Regel nicht der Fall. Vielmehr handelt es sich um einen allgemeinen Auszug aus dem deutschen Rechtsleben zur Information der Rechtssuchenden.

Benötigen Sie eine Beratung oder haben Sie Fragen? 

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, damit wir die grundsätzlichen Fragen klären können.

Durch die schlichte Anfrage kommt noch kein konstenpflichtiges Mandat zustande.

Letzte Beiträge

Statue Recht

Wie kann ich vermeiden nachehelichen Unterhalt nach der Scheidung zahlen zu müssen

Dezember 8, 2025
Wie kann ich vermeiden nachehelichen Unterhalt nach der Scheidung zahlen zu müssenGutachterliche Stellungnahme: Strategien zur Vermeidung von na…
Rechtsanwältin Carmen Eifert - Krau Rechtsanwälte

Wie kann ich vermeiden zu Trennungsunterhalt herangezogen zu werden?

Dezember 8, 2025
Wie kann ich vermeiden zu Trennungsunterhalt herangezogen zu werden?Trennungsunterhalt: Strategien, Berechnungen und Grenzen der VermeidungW…
Rechtsanwältin Carmen Eifert - Krau Rechtsanwälte

Das Recht des Kindesunterhalts in Deutschland

Dezember 8, 2025
Das Recht des Kindesunterhalts in DeutschlandKindesunterhalt verstehen: Ein Leitfaden für ElternWenn eine Beziehung oder Ehe endet, ist das…