Was regelt § 136 BGB?

April 22, 2026
Ansicht der Burg Hohensolms – in diesem Ort ist der Sitz der Rechtsanwaltskanzlei Krau

Was regelt § 136 BGB?

Einleitung

Sie möchten wissen, was § 136 BGB regelt. Im Folgenden erkläre ich Ihnen diese Vorschrift in einfacher Sprache. Ich gehe Schritt für Schritt vor. Sie erfahren, was der Paragraph bedeutet und wie er wirkt. Fachbegriffe werden erklärt. Am Ende finden Sie einen Hinweis, wie Sie bei weiteren Fragen vorgehen können.

Was ist das BGB?

Das BGB ist das Bürgerliche Gesetzbuch. Es ist ein Gesetz, das viele wichtige Regeln für das Zusammenleben in Deutschland enthält. Es regelt zum Beispiel Verträge, das Familienrecht und das Erbrecht.

Was ist § 136 BGB?

§ 136 BGB ist eine Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch. Sie steht im Abschnitt über Rechtsgeschäfte. Ein Rechtsgeschäft ist eine Handlung, durch die Rechte und Pflichten entstehen. Ein Beispiel ist der Kauf eines Autos oder der Abschluss eines Mietvertrags.

Überschrift von § 136 BGB

Die Überschrift von § 136 BGB lautet: „Behördliches Veräußerungsverbot“ 1.

Was bedeutet „Veräußerungsverbot“?

Ein Veräußerungsverbot bedeutet, dass jemand eine Sache nicht verkaufen, verschenken oder auf andere Weise weitergeben darf. Das Wort „veräußern“ bedeutet also: eine Sache an jemand anderen übertragen.

Was ist ein „behördliches Veräußerungsverbot“?

Ein behördliches Veräußerungsverbot ist ein Verbot, das von einer Behörde oder einem Gericht ausgesprochen wird. Eine Behörde ist zum Beispiel das Amtsgericht oder das Grundbuchamt. Ein Gericht ist eine staatliche Stelle, die über Streitigkeiten entscheidet.

Was regelt § 136 BGB genau?

§ 136 BGB sagt: Wenn ein Gericht oder eine andere Behörde ein Veräußerungsverbot erlässt, gilt dieses Verbot wie ein gesetzliches Veräußerungsverbot. Das bedeutet: Wer gegen dieses Verbot verstößt, kann die Sache nicht wirksam an jemand anderen übertragen 1.

Wann kommt § 136 BGB zur Anwendung?

§ 136 BGB kommt zur Anwendung, wenn ein Gericht oder eine Behörde ausdrücklich verbietet, dass eine bestimmte Sache verkauft oder übertragen wird. Das kann zum Beispiel passieren, wenn es einen Streit um ein Grundstück gibt. Dann kann das Gericht verbieten, dass das Grundstück verkauft wird, bis der Streit geklärt ist.

Was regelt § 136 BGB?

Was passiert, wenn das Verbot missachtet wird?

Wenn jemand trotz des Verbots die Sache verkauft oder verschenkt, ist diese Übertragung unwirksam. Das bedeutet: Der Käufer oder Beschenkte bekommt die Sache nicht rechtmäßig. Das Verbot schützt also die Person, für die das Verbot ausgesprochen wurde 2.

Was ist der Unterschied zu § 135 BGB?

§ 135 BGB regelt das gesetzliche Veräußerungsverbot. Das ist ein Verbot, das direkt aus dem Gesetz kommt. § 136 BGB erweitert diese Regel. Er sagt: Auch ein Verbot, das von einer Behörde oder einem Gericht kommt, wirkt wie ein gesetzliches Verbot 1.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Stellen Sie sich vor, Sie streiten sich mit jemandem um ein Grundstück. Das Gericht entscheidet, dass das Grundstück nicht verkauft werden darf, bis der Streit beendet ist. Dieses Verbot nennt man behördliches Veräußerungsverbot. Wenn Sie das Grundstück trotzdem verkaufen, ist dieser Verkauf nicht wirksam. Der Käufer wird nicht rechtmäßiger Eigentümer 2.

Was ist ein „relatives Veräußerungsverbot“?

Ein relatives Veräußerungsverbot gilt nur gegenüber bestimmten Personen. Das bedeutet: Nicht jeder ist betroffen, sondern nur die Person, für die das Verbot ausgesprochen wurde. Wenn zum Beispiel das Gericht verbietet, dass ein Grundstück an eine bestimmte Person verkauft wird, gilt das Verbot nur gegenüber dieser Person 2.

Was ist ein „Erwerbsverbot“?

Ein Erwerbsverbot bedeutet, dass jemand eine Sache nicht kaufen oder auf andere Weise erwerben darf. Auch solche Verbote können von Gerichten ausgesprochen werden. Sie werden ähnlich behandelt wie Veräußerungsverbote 3.

Warum gibt es solche Verbote?

Solche Verbote schützen die Rechte von Personen. Sie verhindern, dass jemand benachteiligt wird, zum Beispiel während eines Streits vor Gericht. Sie sorgen dafür, dass wichtige Dinge nicht einfach „aus der Hand gegeben“ werden, bevor alles geklärt ist.

Wie erfährt man von einem Veräußerungsverbot?

Ein behördliches Veräußerungsverbot wird meist schriftlich ausgesprochen. Oft wird es auch im Grundbuch eingetragen, wenn es um Grundstücke geht. Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, in dem steht, wem ein Grundstück gehört.

Was passiert, wenn das Verbot aufgehoben wird?

Wenn das Gericht oder die Behörde das Verbot wieder aufhebt, kann die Sache wieder verkauft oder übertragen werden. Dann gilt das Verbot nicht mehr.

Was sollten Sie tun, wenn Sie betroffen sind?

Wenn Sie von einem Veräußerungsverbot betroffen sind, sollten Sie keine Übertragungen vornehmen. Sie sollten abwarten, bis das Verbot aufgehoben wird. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beraten.

Zusammenfassung

  • § 136 BGB regelt das behördliche Veräußerungsverbot.
  • Ein solches Verbot wird von einem Gericht oder einer Behörde ausgesprochen.
  • Es verbietet, eine Sache zu verkaufen oder zu übertragen.
  • Wer sich nicht daran hält, kann die Sache nicht wirksam übertragen.
  • Das Verbot schützt die Rechte von Personen, zum Beispiel während eines Streits.
  • Das Verbot gilt wie ein gesetzliches Verbot.
  • Es gibt auch relative Verbote, die nur für bestimmte Personen gelten.
  • Erwerbsverbote sind ähnlich geregelt.

Was tun bei weiteren Fragen?

Wenn Sie weitere Fragen haben oder selbst betroffen sind, nehmen Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf. Dort erhalten Sie kompetente Hilfe und Beratung.

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