Was regelt § 137 BGB?

April 22, 2026
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Was regelt § 137 BGB?

Einleitung: Ihre Frage

Sie möchten wissen, was § 137 BGB regelt. In diesem Text erkläre ich Ihnen einfach und verständlich, was hinter dieser Vorschrift steckt. Ich benutze kurze Sätze und erkläre alle Fachbegriffe. So können Sie den Text leicht verstehen.

Was ist das BGB?

Das BGB ist das Bürgerliche Gesetzbuch. Es ist das wichtigste Gesetzbuch für das Zivilrecht in Deutschland. Es regelt viele Dinge des täglichen Lebens, zum Beispiel Verträge, Eigentum und Familie.

Was steht in § 137 BGB?

§ 137 BGB heißt: „Rechtsgeschäftliches Verfügungsverbot“. Das klingt kompliziert. Aber keine Sorge, ich erkläre es Ihnen Schritt für Schritt.

Der genaue Wortlaut

Im Gesetz steht:

„Die Befugnis zur Verfügung über ein veräußerliches Recht kann nicht durch Rechtsgeschäft ausgeschlossen oder beschränkt werden. Die Wirksamkeit einer Verpflichtung, über ein solches Recht nicht zu verfügen, wird durch diese Vorschrift nicht berührt.“ 

Das bedeutet: Sie dürfen über Ihr Recht grundsätzlich immer verfügen. Niemand kann Ihnen durch einen Vertrag verbieten, Ihr Recht weiterzugeben oder zu verkaufen. Es gibt aber eine Ausnahme, die ich später erkläre.

Was bedeutet „Verfügung“?

Verfügung bedeutet: Sie können mit Ihrem Recht machen, was Sie wollen. Zum Beispiel können Sie Ihr Auto verkaufen. Oder Sie können Ihr Grundstück verschenken. Das nennt man „verfügen“.

Was ist ein „veräußerliches Recht“?

Ein veräußerliches Recht ist ein Recht, das Sie an jemand anderen übertragen können. Beispiele sind:

  • Eigentum an einer Sache (zum Beispiel Ihr Fahrrad)
  • Forderungen (zum Beispiel ein Anspruch auf Geld)
  • Rechte aus einem Vertrag

Was ist ein „Rechtsgeschäft“?

Ein Rechtsgeschäft ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Personen. Zum Beispiel ein Kaufvertrag oder ein Mietvertrag.

Was will § 137 BGB verhindern?

§ 137 BGB will verhindern, dass Menschen durch Verträge Rechte verlieren, die sie eigentlich haben sollten. Sie sollen immer frei entscheiden können, was sie mit ihrem Eigentum oder anderen Rechten machen. Das nennt man „Verkehrsfähigkeit“. Das bedeutet: Rechte und Sachen sollen im Geschäftsleben frei handelbar bleiben. 

Was ist ein „Verfügungsverbot“?

Ein Verfügungsverbot ist ein Verbot, mit einem Recht etwas zu machen. Zum Beispiel: Sie dürfen Ihr Auto nicht verkaufen. § 137 BGB sagt: So ein Verbot durch Vertrag ist nicht erlaubt. Sie dürfen trotzdem über Ihr Auto verfügen.

Was regelt § 137 BGB?

Was ist erlaubt?

Sie können sich aber mit jemandem vertraglich verpflichten, Ihr Recht nicht auszuüben. Das nennt man eine „schuldrechtliche Verpflichtung“. Das heißt: Sie versprechen einer anderen Person, Ihr Recht nicht zu nutzen. Aber das gilt nur zwischen Ihnen und dieser Person. Für alle anderen bleibt Ihr Recht bestehen. Sie können also trotzdem Ihr Auto verkaufen. Wenn Sie das tun, brechen Sie zwar den Vertrag, aber der Verkauf ist trotzdem gültig. 

Warum gibt es diese Regel?

Die Regel schützt den Handel und die Wirtschaft. Sie sorgt dafür, dass Rechte und Sachen immer frei verkauft oder übertragen werden können. Das ist wichtig, damit der Markt funktioniert. Wenn jeder durch Verträge Rechte blockieren könnte, wäre das schlecht für die Wirtschaft. 

Beispiel aus dem Alltag

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Fahrrad. Sie schließen mit Ihrem Freund einen Vertrag: „Ich verspreche, mein Fahrrad nie zu verkaufen.“ Nach § 137 BGB dürfen Sie Ihr Fahrrad trotzdem verkaufen. Der Käufer bekommt das Fahrrad und wird Eigentümer. Ihr Freund kann Ihnen höchstens vorwerfen, dass Sie Ihr Versprechen gebrochen haben. Aber der Verkauf bleibt gültig.

Was ist der Unterschied zwischen „schuldrechtlich“ und „dinglich“?

  • Schuldrechtlich: Das ist ein Versprechen zwischen zwei Personen. Es gilt nur zwischen diesen beiden.
  • Dinglich: Das gilt für alle. Es betrifft das Recht selbst.

§ 137 BGB sagt: Sie können schuldrechtlich versprechen, etwas nicht zu tun. Aber Sie können nicht dinglich daran gehindert werden, über Ihr Recht zu verfügen. 

Gibt es Ausnahmen?

Ja, das Gesetz kennt auch Ausnahmen. In manchen Fällen kann ein Verfügungsverbot im Gesetz stehen. Zum Beispiel bei einem Konto, das gepfändet wurde. Dann dürfen Sie nicht mehr über das Geld verfügen. Aber das ist eine gesetzliche Ausnahme, keine vertragliche. 

Warum ist das wichtig für Sie?

Diese Regel schützt Sie davor, durch Verträge zu viele Rechte zu verlieren. Sie bleiben Herr über Ihr Eigentum und Ihre Rechte. Sie können immer frei entscheiden, was Sie damit machen.

Was passiert, wenn Sie gegen eine schuldrechtliche Verpflichtung verstoßen?

Wenn Sie jemandem versprochen haben, Ihr Recht nicht auszuüben, und Sie tun es trotzdem, kann die andere Person Schadenersatz verlangen. Aber das Recht bleibt trotzdem übertragbar. 

Zusammenfassung

  • § 137 BGB schützt Ihre Freiheit, über Ihr Eigentum und Ihre Rechte zu verfügen.
  • Niemand kann Ihnen durch einen Vertrag verbieten, Ihr Recht zu verkaufen oder zu übertragen.
  • Sie können aber versprechen, Ihr Recht nicht auszuüben. Das gilt aber nur zwischen Ihnen und der anderen Person.
  • Die Regel sorgt dafür, dass Sachen und Rechte im Geschäftsleben frei handelbar bleiben.

Was sollten Sie tun, wenn Sie Fragen haben?

Wenn Sie noch Fragen zu § 137 BGB oder zu anderen rechtlichen Themen haben, nehmen Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf. Dort erhalten Sie eine individuelle und kompetente Beratung.

RA und Notar Krau

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