Was regelt § 13h HGB?

März 18, 2026

Was regelt § 13h HGB?

Was ist das Handelsgesetzbuch (HGB)?

Das Handelsgesetzbuch ist ein Gesetz in Deutschland. Es regelt wichtige Dinge für Kaufleute und Unternehmen. Das HGB enthält Vorschriften für Firmen, die im Handel tätig sind. Es legt fest, wie Unternehmen gegründet werden, wie sie arbeiten und wie sie sich im Handelsregister eintragen müssen. Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis. Dort stehen wichtige Informationen über Unternehmen. Jeder kann das Handelsregister einsehen. 

Was bedeutet § 13h HGB?

§ 13h HGB ist eine Vorschrift im Handelsgesetzbuch. Sie regelt, was passiert, wenn ein Unternehmen seinen Sitz oder seine Hauptniederlassung innerhalb Deutschlands verlegt. Der Sitz ist der Ort, an dem das Unternehmen offiziell gemeldet ist. Die Hauptniederlassung ist der wichtigste Standort des Unternehmens. 

Wer ist betroffen?

Die Vorschrift gilt für Einzelkaufleute, juristische Personen und Handelsgesellschaften. Ein Einzelkaufmann ist eine Person, die alleine ein Geschäft betreibt. Juristische Personen sind Unternehmen, die rechtlich wie eine Person behandelt werden, zum Beispiel eine GmbH. Handelsgesellschaften sind Firmen, die von mehreren Personen gemeinsam geführt werden, wie die OHG oder die KG. 

Was muss bei einer Sitzverlegung beachtet werden?

Wenn ein Unternehmen seinen Sitz oder seine Hauptniederlassung an einen anderen Ort in Deutschland verlegt, muss das beim zuständigen Gericht gemeldet werden. Das Gericht ist eine staatliche Stelle, die das Handelsregister führt. Die Meldung ist wichtig, damit das Handelsregister immer aktuelle Informationen enthält. 

Verlegung in einen anderen Gerichtsbezirk

Wenn der neue Sitz in einen anderen Bezirk fällt, muss das alte Gericht die Verlegung dem neuen Gericht mitteilen. Das alte Gericht schickt dem neuen Gericht die bisherigen Eintragungen und wichtige Dokumente. Das neue Gericht prüft, ob die Verlegung richtig erfolgt ist und ob alle Vorschriften eingehalten wurden. Besonders wird geprüft, ob § 30 HGB beachtet wurde. § 30 HGB regelt, dass das Unternehmen am neuen Ort wirklich existiert.

Wenn alles korrekt ist, trägt das neue Gericht die Verlegung ins Handelsregister ein. Die alten Eintragungen werden übernommen. Das neue Gericht informiert das alte Gericht. Das alte Gericht nimmt dann die nötigen Änderungen im Handelsregister vor. 

Was regelt § 13h HGB?

Verlegung innerhalb des gleichen Gerichtsbezirks

Wenn der neue Sitz im gleichen Bezirk liegt, prüft das Gericht, ob alles richtig gemacht wurde. Wenn die Verlegung korrekt ist, wird sie ins Handelsregister eingetragen. 

Warum ist das wichtig?

Die Vorschrift sorgt dafür, dass das Handelsregister immer aktuell bleibt. So wissen Kunden, Geschäftspartner und Behörden, wo ein Unternehmen zu finden ist. Das ist wichtig für die Kommunikation und für rechtliche Angelegenheiten. 

Welche Unternehmen sind ausgenommen?

Nicht alle Unternehmen müssen sich an § 13h HGB halten. Vereine, Aktiengesellschaften und die Societas Europaea (SE) sind ausgenommen. Für diese Firmen gibt es andere Vorschriften, zum Beispiel § 45 AktG. 

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie ein Unternehmen führen und den Sitz verlegen wollen, müssen Sie die Verlegung beim Gericht melden. Das Gericht prüft, ob alles richtig gemacht wurde. Erst dann wird die Änderung ins Handelsregister eingetragen. Das ist wichtig, damit Sie rechtlich abgesichert sind und Ihre Geschäftspartner Sie finden können. 

Erklärung wichtiger Begriffe

  • Sitz: Der offizielle Ort, an dem ein Unternehmen gemeldet ist.
  • Hauptniederlassung: Der wichtigste Standort eines Unternehmens.
  • Gericht: Eine staatliche Stelle, die das Handelsregister führt.
  • Handelsregister: Ein öffentliches Verzeichnis mit Informationen über Unternehmen.
  • Einzelkaufmann: Eine Person, die alleine ein Geschäft betreibt.
  • Juristische Person: Ein Unternehmen, das rechtlich wie eine Person behandelt wird.
  • Handelsgesellschaft: Eine Firma, die von mehreren Personen gemeinsam geführt wird.
  • Bezirk: Ein Gebiet, für das ein Gericht zuständig ist.
  • Verlegung: Der Umzug des Sitzes oder der Hauptniederlassung an einen anderen Ort.

Zusammenfassung

§ 13h HGB regelt, wie Unternehmen ihren Sitz oder ihre Hauptniederlassung innerhalb Deutschlands verlegen müssen. Die Verlegung muss beim Gericht gemeldet werden. Das Gericht prüft, ob alles richtig gemacht wurde. Dann wird die Änderung ins Handelsregister eingetragen. Das sorgt für Klarheit und Sicherheit im Geschäftsleben. 

Wenn Sie Fragen zur Sitzverlegung haben oder Unterstützung brauchen, nehmen Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf.

RA und Notar Krau

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