Was regelt § 188 BGB?

April 23, 2026
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Was regelt § 188 BGB?

§ 188 BGB ist eine Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch. Das Bürgerliche Gesetzbuch ist ein zentrales Gesetz in Deutschland. Es regelt viele Dinge des täglichen Lebens, zum Beispiel Verträge, Eigentum und Familienrecht. § 188 BGB beschäftigt sich mit dem Ende von Fristen. Eine Frist ist ein Zeitraum, in dem Sie etwas tun oder erledigen müssen. Zum Beispiel: Sie bekommen einen Brief und haben 14 Tage Zeit, darauf zu antworten. Wann genau diese Frist endet, steht in § 188 BGB.

Warum sind Fristen wichtig?

Fristen sind Zeiträume, die im Gesetz oder in Verträgen stehen. Sie sorgen für Klarheit. Sie wissen genau, bis wann Sie etwas machen müssen. Verpassen Sie eine Frist, kann das Nachteile haben. Zum Beispiel kann ein Anspruch verfallen oder Sie können ein Recht verlieren. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wann eine Frist endet.

Wie werden Fristen berechnet?

Fristen nach Tagen

Wenn eine Frist nach Tagen bestimmt ist, endet sie mit dem Ablauf des letzten Tages. Beispiel: Sie bekommen am 1. März einen Brief und haben 10 Tage Zeit. Die Frist endet dann am 11. März um 24 Uhr. Sie können also den ganzen 11. März noch handeln. Erst ab Mitternacht ist die Frist vorbei.

Fristen nach Wochen, Monaten oder Jahren

Manchmal ist eine Frist länger. Sie kann nach Wochen, Monaten oder Jahren bestimmt sein. Hier ist es etwas komplizierter. Es kommt darauf an, wann die Frist beginnt. Das steht in § 187 BGB. Wichtig ist: Die Frist endet an dem Tag, der im letzten Monat oder in der letzten Woche denselben Namen oder dieselbe Zahl hat wie der Tag, an dem die Frist begonnen hat. Beispiel: Die Frist beginnt am 5. April. Eine Monatsfrist endet dann am 5. Mai um 24 Uhr.

Was passiert, wenn der Tag im letzten Monat fehlt?

Manchmal gibt es den Tag im letzten Monat nicht. Beispiel: Die Frist beginnt am 31. Januar. Ein Monat später gibt es im Februar aber keinen 31. Dann endet die Frist am letzten Tag im Februar, also am 28. oder 29. Februar. Das steht in § 188 Absatz 3 BGB.

Was bedeutet „Ablauf des Tages“?

Der Ablauf des Tages ist immer um 24 Uhr. Sie können also bis Mitternacht handeln. Danach ist die Frist vorbei. Das ist wichtig, wenn Sie zum Beispiel einen Brief abschicken oder eine Zahlung leisten müssen. Es zählt dann, dass Sie es spätestens bis 24 Uhr erledigt haben.

Was ist, wenn Sie die Frist verpassen?

Wenn Sie die Frist verpassen, kann das ernste Folgen haben. Zum Beispiel können Sie ein Recht verlieren oder eine Strafe bekommen. In manchen Fällen gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn Sie die Frist ohne eigenes Verschulden versäumt haben. Dann können Sie manchmal eine sogenannte „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ beantragen. Das bedeutet, Sie bekommen eine neue Chance. Das ist aber nur in besonderen Fällen möglich.

Was regelt § 188 BGB?

Was ist, wenn ein Dritter mitwirken muss?

Manchmal müssen andere Personen mitwirken, damit Sie die Frist einhalten können. Zum Beispiel ein Notar oder eine Behörde. Diese müssen nicht bis Mitternacht arbeiten. Hier gelten die üblichen Geschäftszeiten. Das heißt: Sie müssen rechtzeitig handeln, damit alles innerhalb der Frist erledigt werden kann.

Was ist eine Rückwärtsfrist?

Manchmal gibt es auch sogenannte Rückwärtsfristen. Das sind Fristen, die rückwärts gerechnet werden. Auch hier gilt § 188 BGB. Das heißt, das Ende der Frist wird genauso berechnet wie bei normalen Fristen.

Was tun, wenn Sie unsicher sind?

Fristen können kompliziert sein. Wenn Sie unsicher sind, wann eine Frist endet, sollten Sie sich rechtzeitig informieren. Sie können im Gesetz nachlesen oder sich beraten lassen. Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen, als eine Frist zu verpassen.

Fachbegriffe einfach erklärt

  • Frist: Ein Zeitraum, in dem Sie etwas tun müssen.
  • Ablauf: Das Ende eines Tages, also 24 Uhr.
  • Beginn der Frist: Der Tag, an dem die Frist startet.
  • Monatsfrist: Eine Frist, die einen Monat dauert.
  • Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Sie bekommen eine neue Chance, wenn Sie die Frist ohne eigenes Verschulden verpasst haben.
  • Rückwärtsfrist: Eine Frist, die rückwärts gerechnet wird.

Zusammenfassung

§ 188 BGB regelt, wann eine Frist endet. Das ist wichtig, damit Sie wissen, bis wann Sie handeln müssen. Die Vorschrift unterscheidet zwischen Fristen nach Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. Sie legt auch fest, was passiert, wenn es den Tag im letzten Monat nicht gibt. Außerdem erklärt sie, was beim Ablauf des Tages gilt und was zu tun ist, wenn andere mitwirken müssen. Fristen sind wichtig, weil Sie sonst Rechte verlieren können.

Wenn Sie Fragen zu Fristen haben oder unsicher sind, wann eine Frist endet, sollten Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau aufnehmen.

RA und Notar Krau

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