Was regelt § 43 GmbHG?

März 14, 2026

Was regelt § 43 GmbHG?

Einleitung

In diesem Text erfahren Sie, was § 43 GmbHG regelt. Sie bekommen eine leicht verständliche Erklärung. Fachbegriffe werden einfach erklärt. Sie lernen, welche Pflichten Geschäftsführer einer GmbH haben und was passiert, wenn sie Fehler machen.

Was ist eine GmbH?

Eine GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das ist eine beliebte Unternehmensform in Deutschland. Die GmbH ist eine eigene rechtliche Person. Sie haftet mit ihrem eigenen Vermögen. Die Menschen, die eine GmbH führen, heißen Geschäftsführer.

Wer ist Geschäftsführer?

Der Geschäftsführer ist die Person, die die GmbH nach außen vertritt. Er trifft wichtige Entscheidungen für die Firma. Er handelt im Namen der GmbH. Es kann einen oder mehrere Geschäftsführer geben.

Was steht in § 43 GmbHG?

§ 43 GmbHG regelt die Pflichten und die Haftung der Geschäftsführer einer GmbH. Das Gesetz sagt, wie Geschäftsführer sich verhalten müssen. Es bestimmt auch, wann sie für Fehler haften müssen. Das bedeutet: Wenn sie etwas falsch machen, müssen sie unter Umständen für den Schaden aufkommen.

Die wichtigsten Punkte von § 43 GmbHG

  • Geschäftsführer müssen ihre Aufgaben sorgfältig erledigen.
  • Sie müssen wie ein „ordentlicher Geschäftsmann“ handeln. Das heißt: Sie sollen umsichtig, verantwortungsvoll und ehrlich arbeiten.
  • Wenn sie ihre Pflichten verletzen, müssen sie der GmbH den entstandenen Schaden ersetzen.
  • Mehrere Geschäftsführer haften gemeinsam, also „solidarisch“.
  • Es gibt besondere Regeln, wenn Geschäftsführer gegen das Gesetz verstoßen, zum Beispiel wenn sie Geld auszahlen, das eigentlich in der Firma bleiben muss.
  • Ansprüche gegen Geschäftsführer verjähren nach fünf Jahren. Das bedeutet: Nach fünf Jahren kann die GmbH keinen Schadenersatz mehr verlangen, wenn sie nicht vorher geklagt hat.

Die Pflichten der Geschäftsführer

Sorgfaltspflicht

Geschäftsführer müssen immer die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns anwenden. Das bedeutet: Sie müssen so handeln, wie es ein vernünftiger und erfahrener Unternehmer tun würde. Sie dürfen keine leichtsinnigen Entscheidungen treffen. Sie müssen Risiken abwägen und dürfen das Vermögen der GmbH nicht gefährden.

Treuepflicht

Geschäftsführer müssen immer im Interesse der GmbH handeln. Sie dürfen sich nicht selbst bereichern. Sie dürfen keine Geschäfte machen, die der GmbH schaden. Sie müssen ehrlich und loyal sein.

Überwachungspflicht

Wenn es mehrere Geschäftsführer gibt, müssen sie sich gegenseitig kontrollieren. Jeder muss darauf achten, dass die anderen Geschäftsführer ihre Aufgaben richtig machen.

Die Haftung der Geschäftsführer

Wann haften Geschäftsführer?

Geschäftsführer haften, wenn sie ihre Pflichten verletzen. Das bedeutet: Wenn sie einen Fehler machen und der GmbH dadurch ein Schaden entsteht, müssen sie diesen Schaden ersetzen. Das nennt man Schadensersatzpflicht.

Was regelt § 43 GmbHG?

Solidarische Haftung

Wenn es mehrere Geschäftsführer gibt, haften alle gemeinsam. Das nennt man „solidarische Haftung“. Die GmbH kann sich aussuchen, von wem sie das Geld verlangt. Die Geschäftsführer können sich später untereinander einigen, wer wie viel zahlt.

Besondere Fälle der Haftung

§ 43 GmbHG nennt besondere Fälle, in denen Geschäftsführer haften. Zum Beispiel:

  • Wenn sie Geld auszahlen, das eigentlich zur Erhaltung des Stammkapitals nötig ist. Das Stammkapital ist das Geld, das die GmbH als Grundstock braucht.
  • Wenn sie verbotenerweise eigene Anteile der GmbH kaufen.

In diesen Fällen müssen die Geschäftsführer den Schaden ersetzen, auch wenn sie im Auftrag der Gesellschafter gehandelt haben. Das heißt: Auch ein Beschluss der Gesellschafter schützt sie nicht vor der Haftung.

Verjährung

Die Ansprüche gegen Geschäftsführer verjähren nach fünf Jahren. Das bedeutet: Nach fünf Jahren kann die GmbH keinen Schadensersatz mehr verlangen, wenn sie nicht vorher geklagt hat.

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie Geschäftsführer einer GmbH sind, müssen Sie Ihre Aufgaben sehr ernst nehmen. Sie müssen immer sorgfältig und verantwortungsvoll handeln. Wenn Sie Fehler machen, können Sie persönlich haftbar gemacht werden. Das kann teuer werden. Es reicht nicht, sich auf die Gesellschafter zu berufen. Auch wenn diese einen Beschluss gefasst haben, bleiben Sie verantwortlich.

Warum gibt es diese Regeln?

Die Regeln sollen die GmbH und ihre Gläubiger schützen. Die Gläubiger sind zum Beispiel Lieferanten oder Banken, die der GmbH Geld geliehen haben. Die Vorschriften sorgen dafür, dass Geschäftsführer die GmbH nicht ausnutzen oder leichtsinnig handeln. Sie sollen verhindern, dass das Vermögen der GmbH gefährdet wird.

Was ist, wenn Sie unsicher sind?

Wenn Sie unsicher sind, wie Sie sich als Geschäftsführer richtig verhalten, sollten Sie sich beraten lassen. Es ist wichtig, die Regeln zu kennen und einzuhalten. Fehler können schwerwiegende Folgen haben.

Zusammenfassung

§ 43 GmbHG regelt die Pflichten und die Haftung der Geschäftsführer einer GmbH. Geschäftsführer müssen sorgfältig, ehrlich und verantwortungsvoll handeln. Bei Pflichtverletzungen haften sie für den entstandenen Schaden. Die Haftung gilt auch bei mehreren Geschäftsführern gemeinsam. Es gibt besondere Haftungsfälle und eine Verjährungsfrist von fünf Jahren.

Kontakt

Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, wie Sie als Geschäftsführer handeln sollen, nehmen Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf.

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