Was regelt § 57g GmbHG?

März 14, 2026

Was regelt § 57g GmbHG?

Einleitung

Sie fragen: Was regelt § 57g GmbHG? In diesem Text erhalten Sie eine einfache und verständliche Erklärung zu dieser Vorschrift. Sie erfahren, was § 57g GmbHG bedeutet, warum er wichtig ist und was das für Sie als Gesellschafter einer GmbH bedeutet. Fachbegriffe werden erklärt. Am Ende finden Sie einen Hinweis, wie Sie bei weiteren Fragen Unterstützung bekommen.

Was ist das GmbHG?

Das GmbHG ist das „Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung“. Es regelt alles Wichtige rund um die GmbH. Die GmbH ist eine beliebte Unternehmensform in Deutschland. Sie schützt die Gesellschafter davor, mit ihrem privaten Vermögen zu haften. Nur das Geld, das in die Firma eingebracht wurde, ist im Risiko.

Was steht in § 57g GmbHG?

§ 57g GmbHG trägt die Überschrift „Vorherige Bekanntgabe des Jahresabschlusses“. Er regelt, wie und wann die Gesellschafter einer GmbH über bestimmte Zahlen und Berichte informiert werden müssen. Genauer gesagt geht es um die Bekanntgabe des Jahresabschlusses und der sogenannten „Erhöhungssonderbilanz“ 

Was ist ein Jahresabschluss?

Der Jahresabschluss ist ein Bericht über die finanzielle Lage der GmbH am Ende eines Geschäftsjahres. Er besteht meistens aus der Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung. Die Bilanz zeigt, was die Firma besitzt und was sie schuldet. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, wie viel Geld die Firma verdient oder verloren hat.

Was ist eine Erhöhungssonderbilanz?

Eine Erhöhungssonderbilanz ist eine besondere Bilanz, die erstellt wird, wenn das Stammkapital der GmbH erhöht werden soll. Das Stammkapital ist das Geld, das die Gesellschafter mindestens in die GmbH einbringen müssen. Die Erhöhungssonderbilanz zeigt, wie sich die Kapitalerhöhung auf die Finanzen der GmbH auswirkt 

Was bedeutet „vorherige Bekanntgabe“?

„Vorherige Bekanntgabe“ heißt: Bevor die Gesellschafter wichtige Entscheidungen treffen, müssen sie die nötigen Informationen bekommen. Sie sollen die Zahlen und Berichte rechtzeitig sehen und prüfen können. Nur so können sie sinnvoll entscheiden, zum Beispiel über eine Kapitalerhöhung.

Was regelt § 57g GmbHG im Einzelnen?

§ 57g GmbHG sagt: Wenn der Gesellschaftsvertrag – das ist die schriftliche Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern – Regeln zur Bekanntgabe des Jahresabschlusses enthält, dann gelten diese Regeln auch für die Erhöhungssonderbilanz. Das bedeutet: Die Gesellschafter müssen die Erhöhungssonderbilanz genauso rechtzeitig bekommen wie den Jahresabschluss 

Was passiert, wenn der Gesellschaftsvertrag nichts dazu sagt?

Wenn im Gesellschaftsvertrag nichts zur Bekanntgabe steht, gelten die allgemeinen Regeln. Diese sagen: Die Geschäftsführer müssen den Jahresabschluss und die Erhöhungssonderbilanz den Gesellschaftern unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, vorlegen. Die Gesellschafter dürfen erst dann über die Bilanz oder die Kapitalerhöhung entscheiden, wenn sie die Unterlagen bekommen und prüfen konnten 

Was ist, wenn die Geschäftsführer das nicht machen?

Wenn die Geschäftsführer die Unterlagen nicht rechtzeitig vorlegen, ist ein Beschluss der Gesellschafter über die Bilanz oder die Kapitalerhöhung anfechtbar. Das heißt: Ein Gesellschafter kann vor Gericht gehen und verlangen, dass der Beschluss aufgehoben wird 

Wer bekommt die Unterlagen?

Die Unterlagen bekommen die Gesellschafter. Sie sind die Eigentümer der GmbH. In manchen Fällen muss auch der Aufsichtsrat informiert werden, wenn es einen gibt. Das ist aber bei der Erhöhungssonderbilanz nicht zwingend nötig 

Was regelt § 57g GmbHG?

Müssen die Unterlagen veröffentlicht werden?

Nein. Die Erhöhungssonderbilanz muss nicht im Handelsregister veröffentlicht werden. Sie ist nur für die Gesellschafter bestimmt 

Warum ist das wichtig?

Die Gesellschafter sollen immer gut informiert sein, bevor sie wichtige Entscheidungen treffen. So können sie die Lage der Firma richtig einschätzen. Das schützt sie vor Fehlentscheidungen und sorgt für Transparenz und Fairness in der GmbH.

Was sollten Sie als Gesellschafter beachten?

  • Sie haben ein Recht auf rechtzeitige Information über den Jahresabschluss und die Erhöhungssonderbilanz.
  • Sie dürfen erst dann über wichtige Dinge abstimmen, wenn Sie die Unterlagen bekommen und verstanden haben.
  • Wenn Sie die Unterlagen nicht rechtzeitig bekommen, können Sie einen Beschluss anfechten.

Zusammenfassung

§ 57g GmbHG sorgt dafür, dass die Gesellschafter einer GmbH rechtzeitig über wichtige Zahlen und Berichte informiert werden. Das betrifft vor allem den Jahresabschluss und die Erhöhungssonderbilanz. Die Regeln im Gesellschaftsvertrag gelten auch für die Erhöhungssonderbilanz. Gibt es keine Regeln, müssen die Geschäftsführer die Unterlagen unverzüglich vorlegen. Ohne diese Informationen dürfen die Gesellschafter keine Entscheidungen treffen. Werden die Regeln nicht eingehalten, kann ein Beschluss angefochten werden 

Was tun bei weiteren Fragen?

Wenn Sie noch Fragen haben oder Unterstützung brauchen, nehmen Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf.

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