Was regelt § 57i GmbHG?

März 15, 2026

Was regelt § 57i GmbHG?

Einleitung

Sie möchten wissen, was § 57i GmbHG regelt. In diesem Text erkläre ich Ihnen die Vorschrift in einfacher Sprache. Ich gehe Schritt für Schritt vor. Sie erfahren, worum es geht, was Sie beachten müssen und warum diese Vorschrift wichtig ist. Am Ende des Textes finden Sie eine Zusammenfassung. Fachbegriffe werden erklärt. Sie erhalten einen guten Überblick, auch wenn Sie keine Vorkenntnisse haben.

Was ist das GmbHG?

Das GmbHG ist das Gesetz über die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Es regelt die wichtigsten Regeln für die GmbH. Die GmbH ist eine beliebte Unternehmensform in Deutschland. Sie schützt die Gesellschafter davor, mit ihrem Privatvermögen zu haften.

Worum geht es bei § 57i GmbHG?

§ 57i GmbHG regelt, wie eine GmbH ihr Stammkapital erhöhen kann. Das Stammkapital ist das Geld, das die Gesellschafter in die GmbH eingebracht haben. Es ist das Grundkapital der Firma. Eine Erhöhung bedeutet, dass die GmbH mehr Kapital bekommt. Das kann zum Beispiel nötig sein, wenn die Firma wachsen will.

Was ist eine Kapitalerhöhung?

Eine Kapitalerhöhung bedeutet, dass die GmbH mehr Geld als bisher zur Verfügung hat. Das kann auf verschiedene Arten geschehen. Eine Möglichkeit ist, dass die Firma eigenes Geld, das sie angespart hat, in Stammkapital umwandelt. Das nennt man „Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln“. Gesellschaftsmittel sind das Geld und die Werte, die der Firma schon gehören.

Die wichtigsten Regeln aus § 57i GmbHG

Anmeldung beim Handelsregister

Wenn die Gesellschafter beschließen, das Stammkapital zu erhöhen, muss das beim Handelsregister angemeldet werden. Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis. Dort stehen wichtige Daten über Firmen. Die Anmeldung ist Pflicht. Ohne sie ist die Kapitalerhöhung nicht wirksam 

Welche Unterlagen sind nötig?

Zur Anmeldung muss die GmbH eine Bilanz vorlegen. Eine Bilanz ist eine Übersicht über das Vermögen der Firma. Sie zeigt, wie viel Geld und Werte die Firma hat und wie hoch die Schulden sind. Die Bilanz muss von einem Prüfer geprüft und bestätigt werden. Das gibt Sicherheit, dass die Zahlen stimmen 

Wenn die Kapitalerhöhung auf einer alten Bilanz beruht, muss manchmal auch die letzte Jahresbilanz eingereicht werden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die letzte Bilanz noch nicht beim Handelsregister eingereicht wurde.

Erklärung der Geschäftsführer

Die Geschäftsführer der GmbH müssen eine besondere Erklärung abgeben. Sie müssen bestätigen, dass das Vermögen der Firma seit dem Tag der Bilanz nicht weniger geworden ist. Es darf keine Vermögensminderung gegeben haben, die die Kapitalerhöhung verhindern würde. Das heißt: Das Geld, das für die Kapitalerhöhung gebraucht wird, muss immer noch vorhanden sein 

Was regelt § 57i GmbHG?

Die Geschäftsführer müssen sich sicher sein, dass das stimmt. Sie dürfen nicht einfach „nach bestem Wissen“ erklären, sondern müssen es genau wissen. Sie haften dafür, wenn sie falsch erklären. Wer absichtlich falsch erklärt, macht sich sogar strafbar 

Frist für die Bilanz

Die Bilanz, die für die Kapitalerhöhung genutzt wird, darf nicht älter als acht Monate sein. Das heißt: Zwischen dem Tag, für den die Bilanz gemacht wurde, und dem Tag der Anmeldung dürfen höchstens acht Monate liegen. So wird sichergestellt, dass die Zahlen aktuell sind 

Prüfung durch das Gericht

Das Gericht prüft nicht, ob die Bilanz richtig ist. Es verlässt sich auf die Bestätigung des Prüfers und die Erklärung der Geschäftsführer. Das Gericht kontrolliert nur, ob alle Unterlagen da sind und die Fristen eingehalten wurden 

Eintragung im Handelsregister

Wenn alles in Ordnung ist, wird die Kapitalerhöhung im Handelsregister eingetragen. Dabei muss ausdrücklich stehen, dass es sich um eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln handelt. Das ist wichtig für die Öffentlichkeit und für die Gläubiger der Firma 

Warum gibt es diese Regeln?

Die Regeln schützen die Gläubiger der GmbH. Gläubiger sind Menschen oder Firmen, die der GmbH Geld geliehen haben oder noch Geld bekommen. Sie sollen sicher sein, dass das Stammkapital wirklich vorhanden ist. Das Stammkapital ist eine Art Sicherheit für die Gläubiger. Deshalb ist es wichtig, dass die Kapitalerhöhung nur eingetragen wird, wenn das Geld auch wirklich da ist 

Was passiert, wenn die Erklärung falsch ist?

Wenn die Geschäftsführer eine falsche Erklärung abgeben, kann das ernste Folgen haben. Sie machen sich strafbar. Außerdem können sie persönlich haften. Das bedeutet: Sie müssen mit ihrem eigenen Geld für Schäden aufkommen, die durch die falsche Erklärung entstehen 

Zusammenfassung

  • § 57i GmbHG regelt, wie eine GmbH ihr Stammkapital aus eigenen Mitteln erhöhen kann.
  • Die GmbH muss die Kapitalerhöhung beim Handelsregister anmelden.
  • Es muss eine aktuelle Bilanz vorgelegt werden, die von einem Prüfer bestätigt ist.
  • Die Geschäftsführer müssen erklären, dass das Vermögen der Firma nicht weniger geworden ist.
  • Das Gericht prüft nur die Unterlagen, nicht die Bilanz selbst.
  • Die Eintragung im Handelsregister muss den Hinweis enthalten, dass es sich um eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln handelt.
  • Die Regeln schützen die Gläubiger und sorgen für Sicherheit.

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie Geschäftsführer einer GmbH sind, müssen Sie bei einer Kapitalerhöhung sehr sorgfältig vorgehen. Sie müssen genau wissen, wie es um das Vermögen der Firma steht. Sie sollten sich beraten lassen, bevor Sie die Erklärung abgeben.

Kontakt

Wenn Sie Fragen zur Kapitalerhöhung oder zu § 57i GmbHG haben, nehmen Sie Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau auf. Die Kanzlei hilft Ihnen gerne weiter und berät Sie umfassend.

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