Was regelt § 67 GmbHG?

März 16, 2026

Was regelt § 67 GmbHG?

Einführung

Sie möchten wissen, was § 67 des Gesetzes über die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) regelt. In diesem Text erkläre ich Ihnen die Vorschrift in einfachen Worten. Ich erläutere alle wichtigen Begriffe und gebe Ihnen einen verständlichen Überblick. Am Ende finden Sie einen Hinweis, wie Sie bei weiteren Fragen Unterstützung erhalten können.

Was ist eine GmbH und was sind Liquidatoren?

Eine GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das ist eine besondere Form eines Unternehmens. Die Gesellschafter, also die Eigentümer, haften nur mit dem Geld, das sie in die Firma eingebracht haben. Sie riskieren nicht ihr privates Vermögen.

Liquidatoren sind Personen, die eine GmbH abwickeln. Das passiert, wenn die GmbH aufgelöst wird. Die Liquidatoren kümmern sich darum, das Vermögen der Firma zu verwalten, offene Rechnungen zu bezahlen und das restliche Geld an die Gesellschafter zu verteilen. Sie sind sozusagen die „Abwickler“ der Firma.

Was regelt § 67 GmbHG?

Anmeldung der Liquidatoren

§ 67 GmbHG schreibt vor, dass die ersten Liquidatoren und ihre Vertretungsbefugnis beim Handelsregister angemeldet werden müssen. Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis, in dem wichtige Informationen über Unternehmen stehen. Die Anmeldung muss durch die bisherigen Geschäftsführer erfolgen. Wenn sich später etwas ändert, zum Beispiel ein neuer Liquidator bestellt wird oder sich die Vertretungsbefugnis ändert, müssen die Liquidatoren das ebenfalls anmelden 

Nachweise und Unterlagen

Zur Anmeldung müssen die Urkunden über die Bestellung der Liquidatoren eingereicht werden. Das bedeutet: Es muss ein offizielles Dokument vorgelegt werden, das beweist, wer Liquidator ist. Dieses Dokument muss im Original oder als beglaubigte Abschrift eingereicht werden. Eine beglaubigte Abschrift ist eine Kopie, die von einer offiziellen Stelle als echt bestätigt wurde 

Versicherung der Liquidatoren

Die Liquidatoren müssen in der Anmeldung versichern, dass keine Gründe gegen ihre Bestellung sprechen. Das heißt: Sie müssen erklären, dass sie keine Vorstrafen haben, die sie für das Amt ungeeignet machen. Außerdem müssen sie bestätigen, dass sie über ihre Pflichten gegenüber dem Gericht belehrt wurden. Diese Versicherung ist wichtig, damit das Gericht prüfen kann, ob der Liquidator geeignet ist 

Eintragung durch das Gericht

Wenn das Gericht selbst einen Liquidator ernennt oder abberuft, wird diese Änderung automatisch ins Handelsregister eingetragen. Das nennt man „von Amts wegen“. Die Beteiligten müssen in diesem Fall nichts tun 

Warum ist die Anmeldung so wichtig?

Die Anmeldung und Eintragung der Liquidatoren ins Handelsregister ist sehr wichtig. Jeder, der mit der GmbH zu tun hat, kann im Handelsregister nachsehen, wer die Firma abwickelt und wer sie vertreten darf. Das schützt vor Betrug und sorgt für Klarheit. Besonders Gläubiger, also Personen oder Firmen, denen die GmbH noch Geld schuldet, können sich so informieren 

Was bedeutet Vertretungsbefugnis?

Die Vertretungsbefugnis beschreibt, wer die GmbH nach außen vertreten darf. Das ist wichtig, weil die Liquidatoren Verträge abschließen oder kündigen und andere rechtliche Handlungen vornehmen können. Im Handelsregister steht, ob ein Liquidator allein handeln darf oder ob mehrere gemeinsam entscheiden müssen. Das schafft Sicherheit für Geschäftspartner 

Was passiert, wenn sich etwas ändert?

Wenn ein Liquidator ausscheidet oder ein neuer hinzukommt, muss das sofort angemeldet werden. Auch Änderungen bei der Vertretungsbefugnis müssen gemeldet werden. So bleibt das Handelsregister immer aktuell. Wer sich nicht daran hält, kann sich strafbar machen 

Was regelt § 67 GmbHG?

Welche Unterlagen braucht man für die Anmeldung?

Für die Anmeldung braucht man:

  • Die Urkunde über die Bestellung des Liquidators (im Original oder als beglaubigte Kopie)
  • Die Versicherung des Liquidators, dass keine Hinderungsgründe bestehen
  • Einen Nachweis, dass der Liquidator über seine Pflichten belehrt wurde

Die Anmeldung muss elektronisch und in beglaubigter Form erfolgen. Das heißt, sie muss von einem Notar oder einer anderen offiziellen Stelle bestätigt werden 

Was passiert, wenn das Gericht einen Liquidator bestellt?

Manchmal bestellt das Gericht einen Liquidator, zum Beispiel wenn sich die Gesellschafter nicht einigen können. In diesem Fall übernimmt das Gericht die Eintragung ins Handelsregister. Die Beteiligten müssen dann nichts tun. Die Eintragung hat vor allem eine Informationsfunktion. Sie zeigt allen, wer für die Abwicklung der GmbH zuständig ist 

Was ist eine Versicherung im rechtlichen Sinn?

Eine Versicherung ist hier keine Versicherung wie bei Auto oder Haus. Es ist eine Erklärung, dass bestimmte Tatsachen stimmen. Der Liquidator erklärt zum Beispiel, dass er keine Vorstrafen hat, die ihn für das Amt ungeeignet machen. Wer dabei falsche Angaben macht, kann bestraft werden 

Was passiert, wenn die Anmeldung nicht oder falsch erfolgt?

Wer die Anmeldung nicht oder falsch macht, riskiert eine Strafe. Außerdem kann das Gericht weitere Nachforschungen anstellen, wenn Zweifel an den Angaben bestehen. Das Registergericht prüft die Angaben und kann bei Unklarheiten weitere Informationen verlangen 

Zusammenfassung

§ 67 GmbHG sorgt dafür, dass immer klar ist, wer eine aufgelöste GmbH abwickelt und wie diese Person die Gesellschaft vertreten darf. Die Vorschrift schützt Geschäftspartner und Gläubiger und sorgt für Transparenz. Die Anmeldung muss sorgfältig und vollständig erfolgen. Änderungen sind sofort zu melden.

Was sollten Sie tun, wenn Sie Fragen haben?

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an die Anwalts- und Notarkanzlei Krau.

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