Was regelt § 82 GmbHG?

März 16, 2026

Was regelt § 82 GmbHG?

§ 82 GmbHG ist eine Vorschrift im Gesetz über die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG). Dieses Gesetz enthält die Regeln für die GmbH. Die GmbH ist eine beliebte Unternehmensform in Deutschland. Sie ist eine Kapitalgesellschaft. Das bedeutet: Die Haftung der Gesellschafter ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Sie haften also nicht mit ihrem Privatvermögen.

§ 82 GmbHG befasst sich mit dem Thema „Falsche Angaben“. Die Vorschrift legt fest, dass es strafbar ist, wenn bestimmte Personen im Zusammenhang mit der GmbH falsche Angaben machen oder wichtige Informationen verschweigen. Wer gegen diese Regel verstößt, kann mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden 

Wer ist von § 82 GmbHG betroffen?

Die Vorschrift richtet sich an verschiedene Personen, die für die GmbH handeln. Dazu gehören:

  • Gesellschafter: Das sind die Eigentümer der GmbH. Sie halten Anteile an der Gesellschaft.
  • Geschäftsführer: Sie leiten das Unternehmen und vertreten die GmbH nach außen.
  • Liquidatoren: Sie sind für die Abwicklung der Gesellschaft zuständig, wenn die GmbH aufgelöst wird.
  • Mitglieder des Aufsichtsrats: In manchen GmbHs gibt es einen Aufsichtsrat. Er überwacht die Geschäftsführung.

Wann gilt § 82 GmbHG?

§ 82 GmbHG gilt immer dann, wenn diese Personen im Zusammenhang mit der GmbH bestimmte Angaben machen müssen. Das ist zum Beispiel der Fall:

  • Bei der Gründung der GmbH
  • Wenn das Stammkapital erhöht oder herabgesetzt wird
  • Bei der Eintragung ins Handelsregister
  • Bei öffentlichen Mitteilungen über die wirtschaftliche Lage der GmbH

Was sind „falsche Angaben“?

Falsche Angaben sind Informationen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Das kann zum Beispiel sein:

  • Es wird behauptet, dass das Stammkapital vollständig eingezahlt wurde, obwohl das nicht stimmt.
  • Es wird verschwiegen, dass ein Gesellschafter einen besonderen Vorteil bekommen hat.
  • Es wird ein falscher Wert für eine Sacheinlage angegeben (zum Beispiel: Ein Auto wird als Einlage eingebracht, aber der Wert wird zu hoch angegeben).
  • Es wird die wirtschaftliche Lage der GmbH besser dargestellt, als sie wirklich ist.

Warum ist das verboten?

Das Verbot soll das Vertrauen der Allgemeinheit schützen. Die Öffentlichkeit, Geschäftspartner und Gläubiger sollen sich auf die Angaben der GmbH verlassen können. Wer mit einer GmbH Geschäfte macht, muss sich darauf verlassen können, dass die Angaben im Handelsregister und in öffentlichen Erklärungen stimmen 

Was regelt § 82 GmbHG?

Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis. Dort stehen wichtige Informationen über Unternehmen. Jeder kann diese Informationen einsehen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Angaben richtig sind.

Wer wird durch § 82 GmbHG geschützt?

§ 82 GmbHG schützt in erster Linie die Allgemeinheit und die Gläubiger der GmbH. Gläubiger sind Personen oder Firmen, die der GmbH Geld geliehen haben oder noch Geld von ihr bekommen sollen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass die wirtschaftlichen Angaben der GmbH stimmen. Auch potenzielle Geschäftspartner, die vielleicht in Zukunft mit der GmbH zusammenarbeiten wollen, werden geschützt 

Die Gesellschafter selbst werden durch diese Vorschrift nicht direkt geschützt. Sie haben andere Möglichkeiten, sich über die Lage der Gesellschaft zu informieren.

Was passiert, wenn jemand gegen § 82 GmbHG verstößt?

Wer gegen § 82 GmbHG verstößt, macht sich strafbar. Das bedeutet: Die Person kann vor Gericht gestellt werden. Das Gericht kann eine Geldstrafe verhängen oder sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren aussprechen. Die Strafe hängt davon ab, wie schwer der Verstoß war und welche Folgen er hatte 

Beispiele für Verstöße gegen § 82 GmbHG

  • Ein Geschäftsführer gibt im Handelsregister an, dass das gesamte Stammkapital eingezahlt wurde. In Wirklichkeit fehlt aber noch ein Teil des Geldes.
  • Ein Gesellschafter behauptet im Gründungsbericht, dass eine Maschine als Sacheinlage eingebracht wurde. Die Maschine existiert aber gar nicht.
  • Der Geschäftsführer verschweigt in einer öffentlichen Mitteilung, dass die GmbH hohe Schulden hat.

Warum ist Ehrlichkeit so wichtig?

Die GmbH ist eine Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung. Das bedeutet: Die Gesellschafter haften nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern nur mit dem Vermögen der GmbH. Deshalb ist es besonders wichtig, dass alle Angaben über die GmbH stimmen. Nur so können Geschäftspartner und Gläubiger das Risiko richtig einschätzen 

Was ist das Ziel von § 82 GmbHG?

Das Ziel ist, das Vertrauen in die GmbH zu stärken. Die Vorschrift soll verhindern, dass die Öffentlichkeit, Gläubiger oder Geschäftspartner durch falsche Angaben getäuscht werden. Sie sorgt dafür, dass die GmbH als Unternehmensform im Wirtschaftsleben anerkannt bleibt und niemand durch Täuschung einen Vorteil erhält 

Zusammenfassung

§ 82 GmbHG verbietet es, im Zusammenhang mit der GmbH falsche oder irreführende Angaben zu machen. Die Vorschrift schützt das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Gläubiger in die Richtigkeit der Angaben über die GmbH. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

Was sollten Sie tun?

Wenn Sie Fragen zu § 82 GmbHG haben oder unsicher sind, ob Ihre Angaben korrekt sind, sollten Sie sich beraten lassen. Die Vorschrift ist sehr wichtig und Verstöße können schwerwiegende Folgen haben. Deshalb empfehle ich Ihnen, Kontakt mit der Anwalts- und Notarkanzlei Krau aufzunehmen. Dort erhalten Sie kompetente Unterstützung und rechtssichere Auskünfte zu allen Fragen rund um die GmbH.

RA und Notar Krau

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