Was regelt Paragraf 337 BGB?

Mai 17, 2026

Sie fragen: Was regelt Paragraf 337 BGB? In diesem Text erkläre ich Ihnen die Vorschrift in einfacher Sprache. Sie erfahren, was eine Draufgabe ist, wie sie behandelt wird und was passiert, wenn ein Vertrag aufgehoben wird. Fachbegriffe werden leicht erklärt. So verstehen Sie, worum es geht.

Was ist Paragraf 337 BGB?

Paragraf 337 BGB ist eine Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch. Das Bürgerliche Gesetzbuch ist ein zentrales Gesetz für das Zivilrecht in Deutschland. Paragraf 337 BGB regelt, wie mit einer sogenannten „Draufgabe“ umgegangen wird. Die Draufgabe ist ein Geldbetrag oder ein Gegenstand, den eine Person beim Abschluss eines Vertrags zusätzlich gibt. Sie ist eine Art Zeichen für den Vertragsabschluss, manchmal auch „Angeld“ genannt 

Was ist eine Draufgabe?

Eine Draufgabe ist ein Geschenk oder eine kleine Summe Geld, die beim Abschluss eines Vertrags übergeben wird. Sie soll zeigen, dass beide Seiten es ernst meinen. Die Draufgabe ist aber nicht das Gleiche wie eine normale Anzahlung. Eine Anzahlung ist ein Teil der eigentlichen Bezahlung. Die Draufgabe dagegen ist meist ein Extra, das nicht direkt zur Bezahlung gehört 

Was passiert mit der Draufgabe?

Anrechnung auf die Leistung

Paragraf 337 BGB sagt: Im Zweifel wird die Draufgabe auf die geschuldete Leistung angerechnet. Das bedeutet: Wenn Sie zum Beispiel ein Sofa kaufen und eine Draufgabe zahlen, wird diese Summe vom Kaufpreis abgezogen. Sie zahlen dann weniger, weil die Draufgabe schon ein Teil des Preises ist 

Rückgabe bei Vertragserfüllung

Wenn die Draufgabe nicht angerechnet werden kann, muss sie bei der Erfüllung des Vertrags zurückgegeben werden.

Das heißt: Wenn Sie zum Beispiel einen Gegenstand als Draufgabe gegeben haben, der nicht mit dem Kaufpreis verrechnet werden kann, bekommen Sie ihn zurück, wenn der Vertrag erfüllt wird

Rückgabe bei Vertragsaufhebung

Wenn der Vertrag wieder aufgehoben wird, muss die Draufgabe zurückgegeben werden. Das gilt zum Beispiel, wenn beide Seiten sich einigen, den Vertrag zu beenden. Dann bekommt derjenige, der die Draufgabe gegeben hat, diese zurück

Was passiert bei Problemen?

Kommt es zu Problemen, etwa weil der Vertrag nicht erfüllt wird, gibt es genaue Regeln. Die Draufgabe wird dann wie eine Teilleistung behandelt. Das bedeutet: Sie wird wie ein Teil der eigentlichen Leistung gesehen. Die Rückgabe richtet sich dann nach den allgemeinen Regeln für Verträge 

Unterschied zur Anzahlung

Eine Anzahlung ist ein Teil der Bezahlung. Sie wird immer auf den Preis angerechnet. Die Draufgabe ist dagegen im Zweifel ein Extra, das auf den Preis angerechnet werden kann, aber nicht muss. Das Gesetz geht davon aus, dass sie angerechnet wird, wenn nichts anderes vereinbart wurde 

Was ist, wenn etwas anderes vereinbart wurde?

Die Parteien können auch etwas anderes vereinbaren. Sie können zum Beispiel sagen, dass die Draufgabe nicht angerechnet oder nicht zurückgegeben wird. Dann gilt diese Vereinbarung. Das Gesetz gilt nur, wenn nichts anderes vereinbart wurde 

Zusammenfassung

  • Paragraf 337 BGB regelt, was mit einer Draufgabe beim Vertrag passiert.
  • Die Draufgabe wird im Zweifel auf den Preis angerechnet.
  • Kann sie nicht angerechnet werden, wird sie bei Vertragserfüllung zurückgegeben.
  • Wird der Vertrag aufgehoben, gibt man die Draufgabe zurück.
  • Die Parteien können auch andere Regeln vereinbaren.

Was sollten Sie tun?

Wenn Sie Fragen zu Draufgaben oder Verträgen haben, sollten Sie sich beraten lassen. Die Anwalts- und Notarkanzlei Krau kann Sie bei allen Fragen rund um Verträge und Draufgaben unterstützen.

RA und Notar Krau

Dieser Beitrag wurde von Anwalts- und Notarkanzlei Krau aus Hohenahr im Lahn-Dill-Kreis erstellt. Die Kanzlei berät Mandantinnen und Mandanten in Mittelhessen, insbesondere in der Region Wetzlar, Gießen und Marburg.

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