Wie entdecke ich verdeckte negative Hinweise im Arbeitszeugnis?
Ein Arbeitszeugnis ist ein schriftlicher Bericht, den Sie nach dem Ende Ihres Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber bekommen. Es beschreibt, wie Sie gearbeitet haben und wie Sie sich verhalten haben. Das Zeugnis ist wichtig für Ihre nächste Bewerbung. Es soll Ihnen helfen, einen neuen Job zu finden. Das Zeugnis muss klar und verständlich sein. Es darf keine versteckten Hinweise enthalten, die Sie schlechter machen, als Sie wirklich waren. Das steht in Paragraf 109 der Gewerbeordnung (GewO) .
Verdeckte negative Hinweise sind versteckte Botschaften im Zeugnis. Sie werden auch „Geheimcodes“ genannt. Sie sollen dem Leser, also dem neuen Arbeitgeber, etwas Negatives über Sie sagen, ohne dass es direkt ausgesprochen wird. Das kann zum Beispiel durch bestimmte Wörter, Auslassungen oder Zeichen passieren.
Achten Sie auf die Formulierungen. Lesen Sie jeden Satz langsam und überlegen Sie, was wirklich gemeint ist. Fragen Sie sich: Wird meine Leistung wirklich gelobt? Oder klingt es nur so?
Es gibt bestimmte Wörter, die oft als versteckte Kritik verwendet werden. Hier einige Beispiele:
Fehlen im Zeugnis Angaben zu wichtigen Eigenschaften oder Leistungen, kann das ein Hinweis auf Schwächen sein. Zum Beispiel: In manchen Berufen ist es üblich, die Belastbarkeit zu erwähnen. Fehlt das, kann das negativ gemeint sein.
Auch die äußere Form des Zeugnisses kann Hinweise geben:
Fragen Sie Freunde oder Kollegen nach ihren Zeugnissen. Vergleichen Sie die Formulierungen. Gibt es Unterschiede? Werden bei Ihnen wichtige Eigenschaften nicht erwähnt, die bei anderen genannt werden?
Im Internet gibt es Listen mit typischen Zeugnisformulierungen und ihrer Bedeutung. Diese können Ihnen helfen, versteckte Hinweise zu erkennen. Aber Vorsicht: Nicht jede Liste ist richtig. Verlassen Sie sich nicht nur darauf.
Das Gesetz (Paragraf 109 GewO) schreibt vor, dass das Zeugnis klar und verständlich sein muss. Es darf keine versteckten Hinweise oder Geheimzeichen enthalten. Das Zeugnis muss der Wahrheit entsprechen, aber auch wohlwollend formuliert sein. Das heißt: Es soll Ihnen nicht unnötig schaden.
Wenn Sie glauben, dass Ihr Zeugnis einen verdeckten negativen Hinweis enthält, können Sie eine Korrektur verlangen. Sie haben das Recht auf ein Zeugnis ohne Geheimcodes und negative Andeutungen. Der Arbeitgeber muss das Zeugnis dann ändern.
Verdeckte negative Hinweise im Arbeitszeugnis können Ihre Chancen auf einen neuen Job verschlechtern. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Zeugnis genau prüfen. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie Ihr Zeugnis von einem Experten überprüfen.
Kontaktieren Sie die Anwalts- und Notarkanzlei Krau, wenn Sie Hilfe bei Ihrem Arbeitszeugnis brauchen.
Die auf dieser Homepage bereitgestellten rechtlichen Hinweise und Fachaufsätze stellen einen sorgfältig ausgewählten, jedoch nur ausschnitthaften Überblick über die Rechtsentwicklung der vergangenen Jahrzehnte dar. Aufgrund der kontinuierlichen Fortentwicklung von Gesetzgebung und Rechtsprechung kann für die stetige Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der angebotenen Informationen keine Gewähr übernommen werden, da ältere Entscheidungen zwischenzeitlich im Instanzenzug abgeändert, durch neuere obergerichtliche Urteile überholt oder durch gesetzliche Neuregelungen gegenstandslos geworden sein können.
Die Wiedergabe dieser Entscheidungen sowie alle sonstigen Beiträge auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen, unverbindlichen Information der Rechtsuchenden und sind als gedankliche Anregungen zur vertieften Recherche zu verstehen. Sie können und sollen eine individuelle, auf den konkreten Sachverhalt abgestimmte juristische Beratung keinesfalls ersetzen.
Durch den Abruf dieser Informationen wird kein Mandatsverhältnis begründet, und es entsteht kein vertraglicher Anspruch auf Rechtsauskunft.
Um Missverständnissen vorzubeugen, stellt die Kanzlei Krau klar, dass die hier veröffentlichten Entscheidungen – sofern im Einzelfall nicht ausdrücklich abweichend gekennzeichnet – nicht von der Kanzlei Krau selbst erstritten wurden. Es handelt sich vielmehr um einen allgemeinen Auszug aus dem deutschen Rechtsleben zur Information der Öffentlichkeit.
Die Kanzlei Krau haftet für die von ihr bereitgestellten eigenen Informationen nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen. Für Schäden, die durch den fehlerhaften juristischen Gebrauch der auf dieser Website bereitgestellten Informationen durch Dritte außerhalb eines aktiven Mandatsverhältnisses entstehen, ist die Haftung der Kanzlei Krau für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung der Kanzlei Krau oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen der Kanzlei Krau beruhen. Der Haftungsausschluss gilt ferner nicht für sonstige Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Kanzlei Krau oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen der Kanzlei Krau beruhen. Die Haftung für vorsätzliches Verhalten bleibt hiervon unberührt.
Um komplexe rechtliche Sachverhalte für juristische Laien leicht verständlich aufzubereiten, kommt bei der Erstellung meiner Beiträge Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Jeder Text wird vor der Veröffentlichung auf fachliche Richtigkeit und rechtliche Präzision geprüft. Die redaktionelle Verantwortung liegt vollständig bei der Anwalts- und Notarkanzlei Krau in Hohenahr.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen